Das Spitzenspiel-Derby

Erlebt sein erstes Derby gegen Styrum: Dümptens Trainer Jan Kassens.
Erlebt sein erstes Derby gegen Styrum: Dümptens Trainer Jan Kassens.
Foto: Michael Dahlke
Mit dem HSV Dümpten und der DJK Styrum 06 stehen sich im Lokalderby am Sonntagnachmittag die beiden aktuell besten Teams der Landesliga gegenüber. Im Vorfeld äußerten sich beide Trainer über die Chancen ihrer Mannschaft.

Innerhalb des Mülheimer Handballs waren die Lokalderbys zwischen dem HSV Dümpten und der DJK Styrum 06 in den letzten Jahren oft spannend und emotional geführt. Doch dass dabei gleichzeitig, die beiden besten Mannschaften der Liga aufeinandertreffen, ist ein Novum. Am Sonntag aber ist es soweit: Verfolger Dümpten empfängt an der Boverstraße um 17 Uhr den Spitzenreiter Styrum. Marcel Dronia sprach vor diesem Spitzenspiel mit den beiden Trainern Jan Kassens (HSV) und Carsten Quass (DJK) über ..

.. die Entwicklung ihrer Mannschaft: In diesem Punkt kann Styrums Coach Carsten Quass einen Punktsieg verbuchen. Denn nur die wenigsten hatten die DJK als ernsthaften Kandidaten für Platz eins auf der Rechnung. „Die Mannschaft hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt. Wir hatten bisher kein Spiel, was wir hergeschenkt haben. Das war ja früher mal eine unserer Schwächen“, sagt Quass. Zudem hat es seiner Mannschaft gut getan, einmal ein Spitzenspiel gegen Radevormwald/Herbeck zu gewinnen. Der HSV hingegen galt von vornherein als Mitfavorit. „In der Abwehr hatten wir zwischenzeitlich schon einen Schritt nach vorn gemacht, haben aber immer noch die ein oder andere schwächere Phase im Spiel“, sagt Trainer Jan Kassens.

.. den Gegner am Sonntag: Als „harte Nummer“ beschreibt Kassens die Styrumer. Der HSV-Coach hat den Gegner beim jüngsten Kantersieg gegen Huttrop beobachtet. „Das war zwar kein aussagekräftiges Spiel, aber dennoch haben sie sehr sauber und fehlerfrei gespielt. Das hat mich schon beeindruckt.“ Robin Millhorst bezeichnet der HSV-Coach als den „besten Kreisläufer der Liga.“ Auch Torwart Christian Lindmüller, Spielmacher Alexander Schmidt und Rückraumschütze Timo Bremkes haben den Dümptener Coach bei dessen Beobachtungen überzeugt. Carsten Quass kennt die Dümptener Mannschaft als langjähriger Styrumer recht genau. „Philipp Peich ist mit seinen vielen Toren natürlich der überragende Spieler im Angriff des HSV. Ihn müssen wir irgendwie ausschalten“, sagt der Styrumer Coach.

.. die Erwartungen für das Spitzenspiel: „Ich denke, dass es deutlich knapper zugeht, als in den letzten Jahren“, sagt Carsten Quass, auch wenn er seine Mannschaft nicht zwingend als Favoriten ansieht. Auch Jan Kassens möchte die Favoritenrolle nicht vergeben. „Aber wir sind in der ersten Sieben vielleicht etwas breiter aufgestellt“. Quass hält dagegen: „Bei den Dümptenern spielen oft die meisten sieben oder acht ziemlich lange durch. Wir können da etwas problemloser wechseln“, meint der Styrumer Coach. Tatsächlich hat der HSV auf den beiden Halbpositionen und auf der Mitte nur wenige Wechselmöglichkeiten. „Das gilt aber wirklich nur für den Rückraum“, stellt Kassens klar. Der HSV-Coach weiter: „Auf solche Spiele arbeiten wir doch alle hin. Ich freue mich darauf.“ In diesem Punkt sind sich beide Trainer einig. „Wir sind gewappnet, sehr gut vorbereitet und ich traue der Mannschaft zu, dieses Spiel am Ende auch zu gewinnen“, sagt Carsten Quass.

.. die Personalien: Beide Mannschaften wollen mit ihrem bestmöglichen Aufgebot in das Spitzenspiel-Derby gehen. Zwei Fragezeichen gibt es aber doch noch. Beim HSV hofft Trainer Jan Kassens auf die Rückkehr von Kreisläufer Marek Scharfenberg, der den Dümptenern zuletzt vor allem in der Abwehr gefehlt hat. „In der Deckung müssen wir einfach auf ihn setzen“, sagt Kassens. Während seines Heimataufenthaltes in Polen hat sich Scharfenberg aber bei seinem Heimatverein fitgehalten. Alle anderen Dümptener sind einsatzbereit. Konstantin Sondram wird am Sonntag sein Pflichtspiel-Comeback im Dümptener Dress geben. Bei der DJK Styrum ist der aus der Dümptener Jugend stammende Marvin Siemes nach seiner Armverletzung wieder fit. Ein Fragezeichen steht aber hinter dem Einsatz von Pascal aus der Wieschen, da der Linksaußen in dieser Woche krank war.