Das Europacup-Finale knapp verpasst

Das Endspiel beim MWB-Europacup knapp verpasst hat Fabian Blasch vom HTC Uhlenhorst. „Bedanken“ durfte sich der Hockey-Schiedsrichter bei seinen spielenden Vereinskollegen, die am Sonntag in der RWE-Sporthalle nicht nur im Finale standen, sondern den Europacup auch gewannen. Aber natürlich freute sich Blasch, der kein Match seines Vereins pfeifen darf, über den Uhlen-Triumph — dem Referee blieb somit der Einsatz im Spiel um Platz drei zwischen dem spanischen Club SPV Complutense und dem schwedischen Meister Partille SC (5:3).

Die Schiedsrichterei hat bei den Blaschs Tradition. Schon seit vielen Jahren sind Fabian (35) und Christian (39) national und international im Einsatz. Christian Blasch zählt zu den weltbesten Unparteiischen — und Fabian ist leistungsmäßig nicht weit entfernt von ihm. Beim MWB-Europacup war Fabian in vier Partien im Einsatz. Christian betreute gemeinsam mit seinem Vater Wolfgang die Schiedsrichter. Ein „Mann an der Pfeife“ ist oder war Vater Wolfgang aber nicht. Fabian: „Er hat nur zwei Schiedsrichter in die Welt gesetzt!“

Für Fabian Blasch zählte der MWB-Europacup im heimischen Mülheim zu den Höhepunkten seiner Karriere. Besonders gefallen hat ihm vor einigen Jahren der zweiwöchige Aufenthalt in Indien. Die deutsche Nationalmannschaft bestritt dort zur WM-Vorbereitung Testspiele und Blasch war einer der Schiedsrichter. Der Uhlenhorster, der in der Rühl Leder GmbH als Verwaltungsleiter arbeitet, tourt insbesondere in Großstädten wie Barcelona, Athen und Prag herum, hat aber auch besonderes Gefallen an den Reisen zu den kleinen internationalen Turnieren oder Cup-Wettbewerben der unteren Kategorien gefunden. Er sagt: „In den kleinen Orten geben sich die Organisatoren besonders viel Mühe. Das ist schon eine etwas andere Welt, in der Türkei oder demnächst in Portugal zu pfeifen, aber es macht Spaß!“ So viel Spaß wie in Mülheim! Auch wenn es nur das „kleine Finale“ sein durfte.