Damian Wierling meldet sich erfolgreich zurück

Damian Wierling meldete sich nach einer halbjährigen Wettkampfpause in Warendorf erfolgreich zurück.
Damian Wierling meldete sich nach einer halbjährigen Wettkampfpause in Warendorf erfolgreich zurück.
Foto: Mirko Seifert
Was wir bereits wissen
19-Jähriger gewinnt vier Jahrgangstitel, zwei Medaillen in der offenen Klasse und drei mit der Staffel. Eva Maria Damberger beste SG-Starterin.

Nach halbjähriger Wettkampfpause aufgrund einer Virusinfektion hat sich der Mülheimer Schwimmer Damian Wierling bei den NRW-Meisterschaften in Warendorf durchaus erfolgreich zurückgemeldet. In allen vier Klassen gewann der für die SG Essen startende 19-Jährige den Jahrgangsmeistertitel.

Fünf Wochen nach seiner Rückkehr ins Training gewann Wierling zunächst den Jahrgangsmeistertitel über 50 Meter Freistil in 23,67 Sekunden. Im Finale der offenen Klasse steigerte er sich sogar noch auf 23,54 Sekunden und gewann die Bronzemedaille.

58,72 Sekunden benötigte der 19-Jährige für die 100 Meter Rücken. Neben der Jahrgangsmeisterschaft wäre der Mülheimer auf als Vorlaufschnellster ins Finale eingezogen, doch seine Trainerin Nicole Endruschat schonte ihn für die Lagenstaffel. Als Rückenschwimmer brachte Wierling sein Team in Führung, die seine Teamkollegen sogar noch ausbauen konnten – Platz eins mit 9,5 Sekunden Vorsprung.

Tags darauf holte sich Wierling über 100 Meter Freistil seinen dritten Jahrgangsmeistertitel. 51,57 Sekunden waren zudem die schnellste Vorlaufzeit. Im Finale konnte er seine Leistung noch auf 51,43 Sekunden verbesseren und damit den Vizemeistertitel feiern.

Den vierten Titel in seinem Jahrgang feierte der 19-Jährige über 50 Meter Rücken. Als Drittschnellster wäre er ins Finale der offenen Klasse gekommen, wenn seine Trainerin ihn nicht erneut abgemeldet hätte. Der Mülheimer wurde noch für die 4x200 Meter-Freistilstaffel gebraucht. Als Schlussschwimmer setzte „die Nadel“ zur Aufholjagd an, zum Sieg fehlte am Ende aber eine Sekunde.

Den Abschluss eines kräftezehrenden Wettkampfs bildete dann noch die 4x100 Meter-Freistilstaffel, mit der er Bronze holte.

SG Mülheim backt kleinere Brötchen

Mit solchen Resultaten konnten die Aktiven der Startgemeinschaft Mülheim nicht mithalten. Trainer Peter Schorning hatte schon im Vorfeld betont, dass sein Team aufgrund einiger Ausfälle kleinere Brötchen backen muss. Schmerzhaft war das Fehlen von Jana Augenstein. „Ihr hätte ich durchaus einen Titel zugetraut“, sagte Schorning. Der Fokus der Mülheimer liegt auf den NRW-Meisterschaften in den jüngeren Jahrgängen, die am kommenden Wochenende in Köln ausgetragen werden. „Da werden wir wesentlich erfolgreicher sein“, weiß der Coach.

In Warendorf wusste vor allem Eva Maria Damberger zu überzeugen. Sie wurde in ihrer Altersklasse Vierte über 50 Meter Rücken in 32,32 Sekunden und verbesserte damit ihre persönliche Bestleistung. Über 100 Meter Rücken landete die Mülheimerin auf Platz acht. Top-Ten-Plätze in ihren Altersklassen belegten auch Jana-Marie Daamen (100 und 200 m Rücken), Sophie Kerres (50 m Schmetterling und 200 m Lagen) Lisa Kleischmann (200 m Lagen), Chiara Knebelkamp (50 m Brust) sowie Lea Weber (100 m Rücken).

„Unter den gegebenen Umständen war das schon völlig in Ordnung. Einige – wie zum Beispiel Sophie Kerres – trainieren aufgrund von Studium oder Ausbildung kaum und schwimmen trotzdem super Zeiten. Davor ziehe ich immer wieder meinen Hut“, sagt Trainer Peter Schorning.