Damen greifen nach den Sternen

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In den Metropolen Deutschlands greifen die Hockey-Damen des HTC Uhlenhorst in diesem Jahr nach den Sternen. Am 1. Februar standen sie in Berlin im Finale der deutschen Hallenmeisterschaft, am Sonntag wollen sie in Hamburg den Aufstieg in die Erste Bundesliga schaffen. An der Elbe stehen am Wochenende für die Uhlenhorsterinnen noch zwei Aufgaben an.

Zunächst treffen sie am Samstag auf den Klipper THC Hamburg (15 Uhr, Eckerkamp), der auf Platz vier und damit jenseits von Gut und Böse steht. Ein Unentschieden würde den Mülheimerinnen reichen, um am spielfreien Konkurrenten Großflottbeker THGC vorbeizuziehen. Zum Showdown zwischen dem GTHGC und dem HTCU kommt es dann am Sonntag ab 12 Uhr auf der Anlage an der Otto-Ernst-Straße. Nur wenn die Uhlenhorsterinnen sich am Samstag einen Ausrutscher erlauben würden, hätten sie den Druck, das Spitzenspiel unbedingt gewinnen zu müssen. Ansonsten würde auch hier ein Unentschieden reichen, um den erhofften Aufstieg feiern zu können.

Am Samstagmorgen geht es mit einem großen Bus in Richtung Hamburg. Bis dahin sind die Vorbereitungen für das entscheidende Wochenende abgeschlossen. Die Reise mit der großen Gruppe (der gesamte Kader fährt mit) hat Betreuerin Susanne Timm organisiert. Die taktischen Besprechungen haben Trainer Hanns-Peter Windfeder und sein „Co“ Daniel Kamphaus durchgeführt. „Wir sind bestens vorbereitet, gehen das Wochenende selbstbewusst, aber keinesfalls sorglos an. Die Vorfreude ist groß, die Stimmung bestens“, beschreibt der Mülheimer Coach seine Eindrücke aus dem Training.

Am vergangenen Dienstag haben die HTCU-Damen noch einen Test gegen den Erstligisten Düsseldorfer HC mit 7:3 für sich entschieden. Dieses Resultat will Windfeder aber nicht überbewerten. Er sagt: „Düsseldorf ist ohne vier Nationalspielerinnen gekommen. Aber auch dieses Spiel hat gezeigt, dass sich meine Mannschaft in einer sehr guten Form befindet.“

Antonia Zengerle konnte bei diesem Test nicht mitwirken. Die Stürmerin hatte sich am vergangenen Sonntag in Bonn eine Schulterprellung zugezogen, nachdem sie ohnehin seit einiger Zeit an einer Fußverletzung laboriert. Am Donnerstag war sie aber beim Training schon wieder dabei. Sie wird ebenso wie Hanna Valentin (Fußverletzung) und Mirja Zöller (Oberschenkelprobleme) auf die Zähne beißen. Windfeder: „Diese Verletzungen sind in der Saison nicht auskurierbar, dürften die Leistungen meiner Spielerinnen aber am Wochenende nicht beeinträchtigen.

Zunächst gilt die gesamte Konzentration dem Spiel am Samstag beim Klipper THC. „Wir haben beide Partien vorbereitet, aber zunächst wollen wir das erste Spiel des Wochenendes gewinnen und dabei möglichst von Verletzungen verschont bleiben. Wenn es möglich ist, werden wir einen Gang herunterschalten, wobei die Spielerinnen dank unseres Fitness-Papstes Klaus Brosius fit genug sind, zwei Begegnungen an einem Wochenende mit Volldampf zu bestreiten“, so Windfeder.

Am Sonntag richten sich dann alle Augen auf Großflottbek. Die Hamburgerinnen, die von Michael Behrmann trainiert werden, sind enorm kampfstark. Eine der Leistungsträgerinnen ist Torhüterin Noelle Rother. Auch die Innenverteidigerinnen Simone Teichelkamp und Franziska Schwab spielen eine starke Saison. Die Uhlenhorster Stürmerinnen werden geschickt spielen müssen, um die Hamburger Deckung zu knacken.