Bundesliga-Zweiter BVM ist in Hessen eindeutiger Favorit

Dmytro Zavadsky möchte sich in Dortelweil für die Hinspiel-Niederlage im ersten Herreneinzel revanchieren.
Dmytro Zavadsky möchte sich in Dortelweil für die Hinspiel-Niederlage im ersten Herreneinzel revanchieren.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Was wir bereits wissen
Der elfte Spieltag in der Badminton-Bundesliga steht am Dienstag auf dem Programm. Der 1. BV Mülheim, der nach dem 3:3 gegen den TV Refrath die Spitzenposition eingebüßt hat, ist zu Gast in Bad Vilbel. Die Partie bei Fun-Ball Dortelweil in der Halle der Europäischen Schule Rhein-Main beginnt um 19 Uhr.

Obwohl die Badminton-Bundesligamannschaft des 1. BV Mülheim erneut nicht in kompletter Besetzung auflaufen wird, ist sie im Auswärtsspiel gegen den SV Fun-Ball Dortelweil klar favorisiert. Der BVM belegt nach dem ersten Rückrundenspieltag hinter dem 1. BC Bischmisheim den zweiten Platz, während Dortelweil als Tabellenvorletzter mit bislang drei von 20 möglichen Punkten auf dem vorletzten Rang platziert ist. Die Partie des elften Spieltages beginnt am Dienstagabend um 19 Uhr in der Sporthalle der Europäischen Schule Rhein-Main in Bad Vilbel.

Die Hessen konnten im vergangenen Jahr lediglich die Klasse halten, weil sich die SG Empor Brandenburger Tor Berlin aus der Ersten Liga zurückgezogen hatte. Nun wird es für sie im Abstiegskampf erneut ganz schwierig. Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für die Mülheimer, die das Gäste-Team aus Bad Vilbel mit 5:1 nach Hause schickte. Der Punktverlust war damals sehr überraschend. Der für den BVM aufschlagende Ukrainer Dmytro Zavadsky unterlag dem klaren Außenseiter Kai Schäfer mit 17:21 und 10:21. Somit hat Zavadsky mit den Hessen noch eine Rechnung offen.

Gegner ist Tabellenvorletzter

Die Dortelweiler brachten am vergangenen Spieltag das Kunststück fertig, sich durch den ersten Sieg in ihrer anderthalbjährigen Bundesliga-Historie – 5:1 gegen den Mitkonkurrenten TSV Neuhausen – vom Tabellenende zu lösen. Dabei zog sich Anika Dörr eine leichte Verletzung zu. Ihr Einsatz gegen den BVM ist daher fraglich. Dörr wohnt – wie auch ihre Teamkollegin Franziska Volkmann – in Mülheim und trainiert im Spitzensportzentrum des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV).

Nach dem ersten Bundesligasieg ist das Selbstvertrauen der Hessen größer geworden. „Wir hoffen, dass uns trotz der unglücklichen Spielansetzung in den Ferien und am Drei-Königs-Tag einige Fans im Heimspiel gegen Mülheim unterstützen. Das Team hat es jedenfalls verdient, lautstark angefeuert zu werden. Alle spielen mit hohem Einsatz. Und jetzt hat jeder gesehen, dass wir in der Bundesliga auch gewinnen können“, sagt der Dortelweiler Teammanager Klaus Rotter.

Boris Reichel geht davon aus, dass der „Underdog“ den Favoriten nicht ärgern kann. „Wir spielen gern dort, weil immer eine ganze Menge Zuschauer zu den Spielen kommen. Für sie wünsche ich mir, dass die Spiele nicht ganz so eindeutig ausgehen werden. Alles andere als ein deutlicher Erfolg für uns wäre eine Überraschung“, so der BVM-Trainer. Die Mülheimer müssen am Dienstagabend nur – wie mit dem Spieler vereinbart – auf Marcus Ellis verzichten. Ellis’ englische Landsfrau Fontaine Chapman ist nach dem verspäteten Abflug aus London am Sonntagabend in Mülheim angekommen. Zum Duell Zavadsky gegen Schäfer sagt Reichel: „Dima hat sich im Vergleich zum Saisonstart deutlich gesteigert. Ich gehe davon aus, dass dieses Match am Dienstag anders ausgehen wird als im Hinspiel.“