Bühne frei für das große Staunen

Die französische Note: Die Polizisten aus der Metropole Paris glänzen und überraschen mit schier unerschöpflichen Talenten und Kreativität.
Die französische Note: Die Polizisten aus der Metropole Paris glänzen und überraschen mit schier unerschöpflichen Talenten und Kreativität.
Foto: WAZ

Wer Menschen, die sich standhaft weigern, nicht mit ihren staunenswerten Talenten zu geizen, sehen, erleben und genießen möchte, ist bei diesem Angebot genau richtig. Am Samstag, 14. März, hebt sich in der RWE-Sporthalle der Vorhang für die elfte medl-Nacht der Sieger. Die größte Sportshow in der Region, die abermals als doppelte Offerte mit der Premiere am Nachmittag und der Gala am Abend daherkommt, umrahmt in guter Tradition die Sportlerehrung der Stadt und des Mülheimer Sportbundes.

Wer die Geburtsstunde der Sportlerehrung, die weit und breit ihresgleichen sucht, beleuchten möchte, muss weit zurückblicken. Im Jahr 1965 lud die Stadt ihre erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler in den Theatersaal der Stadthalle ein. OB Heinrich Thöne ehrte bei der Premiere 20 Aktive. Dazu kamen noch einige Vereinsvertreter. So war es eine noch einsame Abendveranstaltung. „Es gab einfach kein Beiprogramm“, so der ehemalige städtische Dezernent Wilfried Cleven, der auf eine 50-jährige Arbeit in der Stadtverwaltung zurückblickt. Cleven war es auch, der mit neuen Ideen entscheidend daran beteiligt war, die Dinge anzuschieben. Seit der Fertigstellung der Sporthalle an der damalige Carl-Diem-Straße im Jahr 1971 versteht sich die Ehrung als unterhaltsame Mischung aus Sport, Musik und Show. Seit 2005 lässt die medl-Nacht der Sieger in der modernen Arena RWE-Sporthalle die Herzen des geneigten Publikums höher schlagen.

„Längst ist die Nacht der gesellschaftliche Höhepunkt in Mülheim. Als die Stadt nicht mehr in der Lage war, das zu schultern, war medl sofort bereit. Aber auch die anderen Sponsoren stehen dafür, dass es weitergeführt wird“, so Cleven, der im Mülheimer Sportbund das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden bekleidet.

Bei der elften medl-Nacht der Sieger ist Claus Lufen vom WDR zum zehnten Mal als Moderator am Mikrofon. Die Eintrittspreise sind seit fünf Jahren nicht erhöht worden, zum vierten Mal gilt das Angebot einer Doppelveranstaltung. „Die Premiere am Nachmittag kommt besonders bei Familien gut an“, weiß Martina Ellerwald vom Mülheimer SportService (MSS), der zusammen mit dem hiesigen Sportbund als Veranstalter fungiert. Elf Programmpunkte sind laut Ralf Wind vom MSS fest gebucht, womöglich zieht er noch das ein oder andere Ass aus dem Ärmel.

Was sich auf der Bühne der RWE-Sporthalle abspielen wird, ist garantiert staunenswert. Das geht von den mit einem Heimspiel betrauten Kunstradfahrern des Rad-Club Sturmvogel über den Flugzoo des mit alpenländischer Gelassenheit ausgestatteten Schweizers Claude Cribelez, den Formationstänzern aus Velbert und Krefeld bis hin zu den Handakrobaten Nikolay Shcherbak/Sergey Popov aus der Ukraine und zur Pariser Polizei. Das Finale der wagemutigen Franzosen der medl-Nacht der Sieger 2010 bleibt unvergessen.

Eintrittskarten für die beide Veranstaltungen gibt es beim MSS, Südstraße 23, Telefon 455 52 23 und im Internet unter www.medl-Nacht-der-Sieger.de. Die Tickets für die Premiere (Beginn 15 Uhr) kosten 15 bzw. 18 Euro, es gibt zudem eine preisgünstige Familienkarte für 50 Euro (zwei Erwachsene, zwei Kinder, jedes weitere Kind zahlt zehn Euro). Die Tickets für die Gala (Beginn 19.30 Uhr) kosten 23 bzw. 26 Euro. Der Start in die bekannt lange After-Show-Party ist für 23 Uhr vorgesehen.