Bronze für die deutschen Hockeyherren

Für die beiden Uhlenhorster Thilo Stralkowski (l.) und Timm Herzbruch sprang noch die Bronzemedaille heraus.
Für die beiden Uhlenhorster Thilo Stralkowski (l.) und Timm Herzbruch sprang noch die Bronzemedaille heraus.
Foto: Windfeder
Was wir bereits wissen
Die deutschen Herren haben sich bei der Hallenhockey-WM in der Arena Leipzig für das Halbfinal-Aus rehabilitieren können. Den Iran schlugen sie mit 13:3. Dafür gab es Bronze!

Die Fans haben am Sonntagmittag den letzten Auftritt des deutschen Hockeyteams bei der Hallen-Weltmeisterschaft genossen. Natürlich war die Enttäuschung über das Halbfinal-Aus am Vortag noch spürbar, aber der 13:2 (5:2)-Triumph über die Überraschungsmannschaft Iran war zumindest noch ein versöhnlicher Abschluss. So bekamen auch die Uhlenhorster Nationalspieler Thilo Stralkowski, Timm Herzbruch und Ferdinand Weinke bei der Siegerehrung die Bronzemedaille überreicht.

„Wir sind nach der Niederlage tief enttäuscht gewesen, haben uns aber auf das Spiel gegen den Iran konzentriert vorbereitet“, sagte Trainer Stefan Kermas, der bei dieser Weltmeisterschaft die Chefrolle von Markus Weise übernommen hatte. Leistungsträger Moritz Fürste meinte: „Es war eine Willensleistung. Nicht jede Mannschaft hat das Zeug dazu, nach so einem bitteren Ausscheiden zurückzukommen. Wir haben im Spiel um den dritten Platz noch einmal alles hereingelegt, die Enttäuschung überwiegt aber insgesamt.“

Niederländer sind Weltmeister

Um 14.30 Uhr ermittelten die Niederländer und die Österreicher den Weltmeister (Endstand 3:2 für die Niederlande). Die Deutschen mussten am Sonntag bereits ab 11.30 Uhr aufs „Parkett“. Und dann noch gegen einen so unangenehmen und hoch motivierten Gegner wie den Iran. Die Mannschaft um den starken Keeper Alireza Chazanisharahi hatte sich als Sieger des Asian Indoor Cups für die WM qualifiziert. In Leipzig hatte Teammanager Hadi Shariatisaravi gleich mal verlauten lassen, dass die Mannschaft gut genug sei, um in den Titelkampf eingreifen zu können. So ganz aus der Luft gegriffen waren diese markigen Worte nicht. Am Ende blieb für die Asiaten der beachtliche vierte Platz.

Am Sonntag sorgten die Iraner in der Arena Leipzig zumindest in der ersten Minute für lange Gesichter bei den deutschen Hockey-Assen und ihren Fans. Auf der rechten Abwehrseite ließ sich der Hamburger Alessio Ress von Hamid Noraniyan abschütteln und nach 31 Sekunden zappelte der Ball im Netz.

Stralkowski erzielt zwei Tore

Die Deutschen behielten aber die Nerven und fanden schnell ins Spiel. Innerhalb von vier Minuten gelangen Tobias Hauke, Alexander Otte und Oliver Korn drei Treffer zum 3:1 für die Gastgeber. Den von Otte verwandelten Siebenmeter zum 2:1 hatte der erst 17-jährige Uhlenhorster Timm Herzbruch nach Pass seines Klubkollegen Thilo Stralkowski herausgeholt.

Nach einer langen Phase ohne Treffer erzielte der Iraner Masoud Bohlooli per Strafecke in der 17. Minute den 2:3-Anschlusstreffer. Der Favorit antwortete aber sogleich mit dem Ecken-Tor von Moritz Fürste zum 4:2 (18.). Zwölf Sekunden vor dem Ende verwandelte Thilo Stralkowski einen von Herzbruch herausgeholten Siebenmeter zum 5:2-Pausenstand. Damit legten die Mülheimer den Grundstein zum späteren Sieg.

Nach dem Wechsel fanden die Iraner keine Mittel mehr, die Deutschen in Gefahr zu bringen. Zunächst herrschte bis zur 29. Minute eine Torflaute, dann drehten die Gastgeber zur Freude der Fans in der Leipziger Arena mächtig auf. Den Torreigen in Halbzeit zwei eröffnete Timm Herzbruch, der in der 29. Minute eine Strafecke verwandeln konnte. Später war auch noch Thilo Stralkowski im Anschluss an eine kurze Ecke erfolgreich – 10:2 in der 35. Minute. Zur Höchstform lief der Düssseldorfer Alexander Otte auf. Er traf nach dem Wechsel vier Mal. Außerdem waren noch Tobias Hauke und Fabian Pehlke für die Deutschen erfolgreich.