Blau-Weiß Mintard rüstet auf

Der 22-jährige Flügelstürmer Dennis Kündig – hier noch im Trikot von Westfalia Herne – geht künftig für den Mülheimer Landesligisten VfB Speldorf auf Torejagd.
Der 22-jährige Flügelstürmer Dennis Kündig – hier noch im Trikot von Westfalia Herne – geht künftig für den Mülheimer Landesligisten VfB Speldorf auf Torejagd.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Landesligist VfB Speldorf ersetzt neun Abgänge durch neun Neulinge. Aufsteiger SC Croatia verstärkt seinen Kader für die erste Bezirksliga-Saison.

1. Juli, ein Stichtag im Amateurfußball. Die Abmeldefrist ist abgelaufen, ab sofort können nur noch vereinslose Spieler zu einem Klub wechseln. Grund genug, um sich einmal die Veränderungen innerhalb der Mülheimer Teams genauer anzuschauen.

Mülheims ranghöchste Mannschaft, der Landesligist VfB Speldorf, wird in der neuen Saison mit einer ähnlichen Kaderstärke wie zuletzt an den Start gehen. Denn: Neun Abgängen stehen zurzeit neun neuen Gesichtern gegenüber. Am härtesten getroffen hat den VfB sicherlich der Verlust des Torwartduos Pierre Werminghaus und Alexander Pleß sowie der kompletten linken Seite, die bislang Lukas Weiß und Metehan Gürbüz gebildet hatten.

Hauffe neuer Stammkeeper

Rückkehrer Martin Hauffe (VfB Homberg) wird Stammkeeper Alexander Pleß zwischen den Pfosten mindestens gleichwertig ersetzen. Auf der linken Offensivseite ist Dennis Kündig der heimliche Königstransfer des VfB. Obwohl Ex-Profi Christian Mikolajczak, der vom Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter nach Mülheim kommt, der wohl bekannteste Name im neuen Kader ist, wird Kündig den Abgang von Gürbüz aller Voraussicht nach mehr als eins zu eins ersetzen. Der 22-Jährige stand 2011 kurz vor einem Profivertrag beim VfL Bochum, ehe ihn ein Kreuzbandriss zurückwarf. Über Hüls, Westfalia Herne und Hassel führt ihn sein Weg nun nach Speldorf.

Eine Etage tiefer hegt Blau-Weiß Mintard für die neue Saison die größten Ambitionen. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg landete die Elf von Trainer Marco Guglielmi bereits auf einem beachtlichen fünften Tabellenplatz. Nun wollen die Blau-Weißen bereits ganz oben anklopfen.

Mit Torwart Marco Glenz und Mittelfeldspieler Lucas Kwiatkowski konnte Guglielmi zwei Spieler mit Oberliga-Erfahrung in die Bezirksliga locken. Kwiatkowski bringt dabei die Erfahrung mit, die den Mülheimern durch das Karriereende von Dennis Brinkmann abgeht.

MSV verliert zwei Stammkräfte

Beim Mülheimer SV 07 ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen. Trainer Jörg Ostwald und der sportliche Leiter Dieter Brüger wollen noch die ein oder andere Lücke füllen. Mit Rechtsverteidiger Lars Brose (TuS Essen-West) und dem besten Torschützen Sükrü Bayar (SV Genc Osman) sind dem Spielverein zwei echte Hochkaräter abhanden gekommen. „Wir hätten beide gerne behalten“, sagt Brüger.

Mit dem jungen Stürmer Tolga Kaymak vom GSV Moers, Rückkehrer Max Lüke und dem A-Jugendlichen Pascal Roenz haben die „07er“ zurzeit drei Neulinge zu verzeichnen. Der A-Junior ist der Sohn vom in Mülheim sehr bekannten Ex-Speldorfer Dirk Roenz.

Viele neue Gesichter bringt der SC Croatia mit in die Bezirksliga. Logisch, schließlich spielt der Klub zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in dieser Klasse. Um dort bestehen zu können, hat Trainer Izzet Akdogan sein Team nach dem Aufstieg noch einmal aufgerüstet.

Vom Essener A-Kreisligisten Rüttenscheider SC wechseln Jozo Duvnjak und Mario Matijas nach Styrum. Dren Alaj und Valentin Markic sind zwei Youngster, die mit der A-Jugend des SV Raadt zuletzt nur knapp an der Niederrheinliga vorbeigeschrammt sind. Ivan Hrgota (FC Cro Sokoli Aachen) und Marco Gandolfo (RSV Mülheim) machen das Neulings-Sextett komplett.

Innerstädtische Wechsel

In der Kreisliga A gibt es einige interessante Wechsel innerhalb Mülheims. So holt Bezirksliga-Absteiger Vatangücü mit den Rot-Weißen Selami Günel und Ercan Katircioglu und dem Styrumer Birkan Döger gleich drei Spieler aus Mülheim. Der 1. FC aus Styrum verliert neben Döger auch die beiden Celik-Brüder, rüstet seinen Kader aber gerade in der Breite mächtig auf. Ömer Özmen vom Vogelheimer SV bringt sogar Landesliga-Erfahrung mit an die Moritzstraße.

Gespannt war man auf die erste Kaderübersicht des Fusionsklubs SV Heißen, doch der neue Verein hüllt sich noch in Schweigen. „Es laufen noch Gespräche und ich kann deswegen noch keine Aussagen machen“, sagt Trainer Oliver Wronski.