Bernd Reimers ist bei der HSG der Pechvogel

TV Geistenbeck -
HSG Mülheim 19:32 (4:15)

HSG: Banning, Pütter; Krogmann (7/1), L. Görgens (6), Baar (5), Luburic (5), Soest (3), Jantze (2), Kullmann (1), Reimers (1), Liedtke (1), T. Görgens (1), Engels, Bernaisch

Ein richtig schöner Samstagabend hätte es für die Handballer der HSG Mülheim in Mönchengladbach werden können. Sie führten in der Verbandsligapartie beim TV Geistenbeck vor 150 Zuschauern in der Sporthalle Mülfort mit 31:19, als Bernd Reimers wenige Sekunden vor Schluss zum Wurf ansetzte und den Treffer zum 32:19-Endstand erzielen konnte. Anschließend gab es aber keinen kollektiven Jubel der Mülheimer, denn Reimers – gerade erst nach einer langwierigen Knieverletzung genesen – kam nach dem Wurf so unglücklich auf, dass er sich vermutlich erneut eine schwere Verletzung zugezogen hat. „Bernd sollte eigentlich nur in der Abwehr zum Einsatz kommen. Kurz vor Schluss kommt es dann zu dieser Aktion, das ist bitter. Dementsprechend geknickt ist er auch. Wir nehmen an, dass er sich dieses Mal am anderen Knie schwer verletzt haben könnte. Das Knie ist schnell angeschwollen. Einen Muskelfaserriss hat er sich wohl auf jeden Fall zugezogen. Erst in ein paar Tagen werden wir mehr wissen“, sagte Daniel Hellenbrandt.

Überraschend starke Leistung

Der HSG-Trainer hatte zuvor eine überraschend starke Leistung seiner Mannschaft gesehen. Für die Mülheimer geht es in der Saison-Endphase weder um den Auf- noch um den Abstieg. Aber dennoch präsentierten sie sich im Spiel gegen den vom Abstieg bedrohten TV Geistenbeck hochmotiviert. Hellenbrandt: „Die Mannschaft hat am Samstag Charakter bewiesen. Wir wollen die gute Saison nun auch ordentlich zu Ende bringen. Das haben sich meine Spieler auch zu Herzen genommen. Der gegnerische Trainer hatte auch gehofft, dass wir nicht mit vollem Einsatz spielen werden, doch es kam ganz anders.“

Die Mülheimer machten von der ersten Minute an klar, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Sie führten mit 5:1 und 13:2 sowie zur Pause mit 15:4. Insbesondere in der Deckung ließen die HSG-Spieler kaum gegnerische Chancen zu. Auch nach dem Wechsel gerieten die Gäste in keiner Weise mehr in Bedrängnis. Die Stimmung war dementsprechend gut. Bis wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff...