Bärenstarker Auftakt
07.06.2011 | 15:10 Uhr 2011-06-07T15:10:00+0200Der Crefelder Ruder-Club ließ am ersten Bundesliga-Renntag in Frankfurt am Main alle Konkurrenten hinter sich. Zweiter wurden die Ruderer aus Münster. Und Dritter? Das ist kein Scherz. Den dritten Platz belegte das Sprintteam Mülheim, der Achter der RRGM.
Erstmals in der noch jungen Bundesliga-Geschichte gelang es dem Ruhrstadt-Achter, einen Podestplatz zu belegen. Natürlich waren die Insassen mit dem neuen und kürzlich erst getauften Boot hochzufrieden. „Der neue Achter hat uns einen Motivationsschub gegeben. Offenbar hat die Anschaffung auch etwas gebracht“, meinte Schlagmann und Teamsprecher Martin Tschäge nach dem erfolgreichen Abschneiden auf dem Main. Außer Tschäge zählten in Frankfurt Jonas Weimann, André Warm, Martin Kiefer, Jakob Schleu, Matthias Schneider, Christian Reckzügel, Kristian Schneider und Henrik Habermann sowie Steuermann Lennert Schmitz zum RRGM-Aufgebot.
Mit Trauerflor gingen die Mülheimer Ruder-Asse in der Metropole an den Start. „Unser Vereinskamerad und langjähriger Mülheimer Kinder-Rudertrainer Jan-Christoph Pasch ist leider vor wenigen Wochen im Alter von 31 Jahren an Krebs gestorben“, erklärte Tschäge.
Und dann ging es auch schon los für die RRGM oder besser gesagt für das „Sprintteam Mülheim“. Hohe Wellen und zum Teil kräftiger Wind machten den Ruderern bei den Zeitläufen am Museumsufer schwer zu schaffen. „Es war eine ziemliche Wasserschlacht, aber letztendlich lief es für uns ganz gut“, so Tschäge. Hinter dem Münster-Achter, dem Crefelder RC, den Baden8er Karlsruhe und der Frankfurter RG Germania gingen die Mülheimer als Fünfter ins Achtelfinale. Vier Boote traten dort gegeneinander an. Ungefährdet qualifizierten sich Tschäge & Co. für das Viertelfinale – vor Frankfurt und den dadurch um die Plätze eins bis acht ausgeschiedenen Münchener RC und dem Team Osnabrück M8+. Die 350 m lange Strecke hatten die RRGM-Ruderer in 54,36 Sekunden zurückgelegt. An diesem Wettkampftag war es ihr schnellster Auftritt.
Im Viertelfinale bekamen es die Mülheimer mit den starken Krefeldern zu tun. Der CRC setzte sich dann auch in 54,24 Sekunden durch. Doch danach landeten die Mülheimer schon auf dem zweiten Platz in 54,65. Dies bedeutete die Qualifikation für das Halbfinale. Dritter im zweiten Viertelfinale wurde der Hamburger und Germania RC (55,39), Vierter der RV Rauxel Männerachter (56,27).
Am frühen Abend zog dann ein Gewitter auf. Der Bundesligawettkampftag stand kurz vor dem Abbruch. Das Halbfinale, in dem jeweils zwei Boote gegeneinander fahren sollten, konnte abends um 20.30 Uhr nicht ausgetragen werden. Als die Witterungsbedingungen sich besserten, entschieden die Organisatoren, dass auch das Finale mit vier Booten über die Bühne gehen solle. Tschäge: „Wir waren froh, dass es überhaupt weiter gehen konnte. Das Wetter war okay.“
Noch 100 Meter waren im Finale zu rudern, als die Mülheimer hinter dem Krefelder Boot (Endzeit: 53,82 Sekunden) auf dem zweiten Platz lagen. Erst im Endspurt schob sich der Münster-Achter (55,39) noch am Sprintteam Mülheim (55,61) vorbei. Den Baden8er aus Karlsruhe (57,03) hatten die RRGM-Ruderer nicht mehr zu fürchten – Platz drei. „Krefeld hat deutlich gewonnen. Leider haben wir es auf der Außenbahn gar nicht so mitbekommen, wie wir im Vergleich zu Münster lagen. Das Duell haben wir nur ganz knapp verloren. Aber dennoch sind wir natürlich mit dem dritten Platz sehr zufrieden. Wir standen bei der Siegerehrung auf dem Podium. Damit ist ein Traum von uns in Erfüllung gegangen.“, sagte Martin Tschäge abschließend. Das gute Abschneiden in Frankfurt lässt auf einen erfolgreichen Saisonverlauf hoffen.
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