Aufschlag in idyllischer Atmosphäre

Manfred Philipp l(i.) und Dieter Kuhlmann (re.) vom gastgebenden ESV Schwarz-Weiß konnten die Nebenrunde der Herren für sich entscheiden.
Manfred Philipp l(i.) und Dieter Kuhlmann (re.) vom gastgebenden ESV Schwarz-Weiß konnten die Nebenrunde der Herren für sich entscheiden.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
Zum 31. Mal richtete der ESV Schwarz-Weiß sein Doppelturnier für Damen 40 und Herren 50 aus. Heißener Duo gewinnt die Damenkonkurrenz.

Tradition ist ein vor allem im Sport sehr inflationär gebrauchtes Wort. Die Verantwortlichen der Tennisabteilung im Eisenbahner Sportverein (ESV) Schwarz-Weiß Mülheim hätten es mit Sicherheit auch nicht gebraucht, als sie 1984 ein Einladungs-Doppelturnier für die Altersklassen Damen 40 und Herren 50 ins Leben riefen. Heute trifft der Begriff hingegen schon weitaus eher zu, denn der Wettbewerb fand zum 31. Mal statt.

Das Turnier dauert immer eine Woche lang und steigt stets zu Beginn der Sommerferien und nach dem Ende der Medenspielsaison. Gespielt wird auf der idyllisch gelegenen ESV-Anlage inmitten eines Waldstücks an der unteren Hansbergstraße. Früher hat an dieser Stelle einmal ein Fußballplatz existiert. Seit 1979 wird hier Tennis gespielt.

Zum Doppelturnier kommen nicht nur Spielerinnen und Spieler aus Mülheim, sondern auch aus Oberhausen, Duisburg, Essen oder Bottrop. Viele von ihnen sind seit Jahren Stammgäste der Veranstaltung. „Vielen braucht man gar nicht mehr Bescheid zu geben, die melden sich schon freiwillig“, erzählt Organisator Heinz Klöckner. Hermann Giesing, der als stellvertretender Abteilungsleiter mit Klöckner zusammen die Turnierleitung übernimmt, ergänzt: „Die Teilnehmer schätzen die familiäre Atmosphäre.“ Und nicht nur die. Etliche Tennis-Freunde sind selbst unter der Woche zum Zuschauen an die Hansbergstraße gekommen.

Teilnehmerfeld umfasst 30 Paare

30 Paare – 12 bei den Männern und 18 bei den Frauen – haben sich in diesem Jahr auf die Jagd nach dem Turniersieg begeben. Das Niveau kann sich sehen lassen, schließlich haben sich sogar Regionalligaspieler angemeldet. Aufgrund der großen Altersunterschiede müssen sich die vermeintlichen Favoriten am Ende aber nicht immer durchsetzen. Die ältesten Spieler sind bereits über 70 Jahre alt. Kein Wunder, dass sich die ein oder andere jüngere Konkurrenz durchsetzt.

Zunächst werden die Teams auf vier Gruppen aufgeteilt. Die vermeintlichen Favoriten werden als Gruppenköpfe gesetzt, um nicht schon früh aufeinander zu treffen. Die jeweils ersten zwei jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, aber auch die restlichen Doppel spielen in einer Nebenrunde weiter. „So werden möglichst viele Spiele absolviert“, erklärt Heinz Klöckner.

Traditionell werden die Ergebnisse auf einer riesigen Übersicht handschriftlich eingetragen und sind sofort für Jeden ersichtlich. „Ich trage die Ergebnisse auch im Computer ein, so modern sind wir schließlich auch, aber vor allem die älteren Spieler lieben diese gewohnte Übersicht“, erklärt Hermann Giesing.

Da nur drei Plätze zur Verfügung stehen, könnten längere Regenpause zum Problem werden. Am vergangenen Sonntag ging es gar nicht gut los, als ausgerechnet zum geplanten Turnierstart ein kräftiges Gewitter über Mülheim fegte. „Die Plätze standen total unter Wasser“, sagt Hermann Giesing. Mit Verspätung konnte es aber losgehen und seitdem machte das Wetter den Tennisspielern nur noch am Mittwoch zu schaffen.

Mit Hannelore Kucki und Martina Höscher-Rhode vom TK Heißen setzten sich zwei Damen aus Mülheim im Finale gegen Karin Losch und Daniela Platte (PTSV Essen) durch. Heike Krogull und Kati Süss von Rot-Weiß Raffelberg wurden Dritte. Sieger bei den Herren wurden Uwe Losch und Antonio Llorens vom PTSV Essen durch einen Finalsieg über Ulrich Peschek und Heinz Hülsermann vom TuS Alstaden. Organisator Heinz Klöckner wurde mit seinem Partner Gerd Kucki vom MTV Kahlenberg Dritter.