Auf Michael Fuchs und Birgit Michels ist Verlass

Gut gemacht: Michael Fuchs und Birgit Michels klatschen sich nach getaner Arbeit ab.
Gut gemacht: Michael Fuchs und Birgit Michels klatschen sich nach getaner Arbeit ab.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Deutschen Meister lösen in einem fast einstündigen Kampf das Ticket für das Viertelfinale der Yonex German Open.

Auf das Aushängeschild des Deutschen Badminton-Verbandes ist Verlass. Es tut dem deutschen Topturnier ungemein gut, dass Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel bei den Yonex German Open das Viertelinale erreicht zu haben.

Nach dem 21:19, 10:21, 21:15-Erfolg in der ersten Runde über die Niederländer Jacco Arends und Selena Piek war im Achtelfinale am Donnerstag für die Weltranglisten-Zehnten harte Arbeit abgesagt. Knapp eine Stunde benötigten die an Position vier gesetzten Deutschen, um die Koreaner Choi Sol Kyu/Chae Yoo Jung (Weltranglistenplatz 91) mit 21:15, 14:21 und 21:18 niederzuringen. Im Viertelfinale am Freitag kommt es nun zum Duell mit Sam und Chloe Magee aus Irland.

Auch wenn im Doppel die gemeinsame Arbeit an der Tagesordnung steht, war dieses Achtelfinale eine Galavorstellung von Michael Fuchs. Der 32-Jährige trieb seine Spielpartnerin immer wieder an und machte selbst jede Menge wichtige Punkte. „Er kann sich pushen wie kein Zweiter und zieht mich immer wieder hoch“, lobte nach dem Spiel auch Birgit Michels.

Nachdem das DBV-Duo den ersten Satz dominiert und mit 21:15 gewonnen hatte, verlor es im zweiten Durchgang völlig den Faden und lag zwischenzeitlich mit 6:17 im Hintertreffen. Es reichte nur noch zur Ergebniskorrektur zum 14:21. „Im zweiten Satz hatten wir große Probleme, haben uns dann im dritten aber glücklicherweise wieder gefangen“, atmete Fuchs später befreit auf.

Doch auch im finalen Durchgang liefen die beiden Hoffnungsträger zunächst einem Rückstand hinterher (1:4/7:9), übernahmen aber kurz vor der Pause die Führung (10:9). Diese gaben die Deutschen auch nicht mehr ab, auch wenn die Koreaner sich nach Kräften wehrten. Mit dem 21:18 machte Michael Fuchs schließlich den Sack zu.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, weil wir nicht wussten, was uns erwartet. Die Koreaner sind als Doppel noch relativ neu“, sagte Fuchs und schickte zugleich einen Wunsch hinterher: „Ich habe es noch nie geschafft, bis zum Wochenende bei den German Open dabei zu sein. Vielleicht klappt es ja diesmal.“

Hohe Hürde für Käsbauer/Herttrich

Für die Mülheimerin Isabel Herttrich vom Bundesligisten PTSV Rosenheim und ihren Klubkollegen Peter Käsbauer war die Zweitrunden-Hürde erwartungsgemäß zu hoch. Die B-Kaderathleten des DBV, die in der Weltrangliste Platz 23 einnehmen, mussten sich den in der RWE-Sporthalle an Nummer sechs gesetzten und in der Weltranglisten auf Platz zwölf notierten Vize-Europameistern Mads Pieler Kolding und Kamilla Rytter Juhl aus Dänemark glatt mit 14:21 und 16:21 geschlagen geben. „Wir sind natürlich nicht zufrieden, weil es Spaß macht, hier zu spielen“, gab Käsbauer zu Protokoll.

Bereits am späten Mittwochabend war für das gemischte Doppel Max Schwenger/Carla Nelte (beide TV Refrath) Schluss. Die nationalen Vizemeister unterlagen in Runde eins den Qualifikanten Vladimir Ivanov (Russland) und Ashwini Ponnappa (Indien) mit 13:21, 21:18 und 19:21.