Auf den VfB Speldorf warten die Big Points

Michael Siminenko darf sich Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen.
Michael Siminenko darf sich Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen.
Foto: WAZ FotoPool
Durch einen Heimsieg gegen die Sportfreunde Niederwenigern können die Speldorfer mit dem Gegner gleichziehen. Röder hat einige Fragezeichen.

Die Pflichtaufgaben im Kalenderjahr 2015 hat der Fußball-Landesligsit VfB Speldorf bislang gelöst: Sieg gegen Vogelheim, Sieg gegen Wesel-Lackhausen und eine Runde weiter im Kreispokal. Nun geht es im Kampf um den Klassenerhalt an die sogenannten Big Points. Einer davon wäre ein Heimsieg gegen die Sportfreunde Niederwenigern am Sonntag (15 Uhr, Saarner Straße).

Ein Big Point ist die Partie deshalb, weil sich beide Mannschaften bislang noch nicht zu einhundert Prozent aus dem Abstiegskampf verabschieden konnten. Die Hattinger könnten dies mit einem „Dreier“ in Speldorf aber wohl nachholen. Der VfB hingegen kann durch einen Sieg nach Punkten mit dem Kontrahenten gleichziehen und weiter Boden auf die im unteren Tabellendrittel angesiedelte Konkurrenz gut machen.

„Nach den beiden Pflichtsiegen und den beiden Spielen gegen die Topteams FSV Duisburg und Schonnebeck ist das jetzt ein Duell auf Augenhöhe. Da sollten wir dokumentieren, was wir können und was in dieser Rückrunde unser Anspruch ist“, sagt Trainer Oliver Röder.

Fritsch und Zorlu angeschlagen

Allerdings drückt beim VfB auf einigen Positionen der Schuh. In der Verteidigung sind Semih Zorlu und Leon Fritsch, der im Pokalspiel am Donnerstagabend eine Menge einstecken musste, angeschlagen. Beide werden aber wohl spielen können.

Nicht so gut ist es dagegen um Maximilian Fritzsche bestellt, der sich im Pokalduell eine Verletzung an der Bandscheibe zuzog. Auch Mohammed Mharchi ist leicht angeschlagen. In der Offensive steht Alen Ademovic wegen Knieproblemen nicht zur Verfügung. Auch Sebastian Freyni ist am Knie verletzt, konnte am Donnerstag aber immerhin 20 Minuten auflaufen. Er könnte eine Einwechseloption für Sonntag sein. Ein Kandidat für die Startelf ist Michael Siminenko, der im Duell gegen TuRa 88 ebenso zweimal traf wie im Hinspiel gegen Niederwenigern (4:1). „Er könnte auf jeden Fall reinkommen, zumal Denis Ibrahimi seine Sache leider nicht so gut gemacht hat“, erklärt der Coach.

Röder hat am Sonntag die Aufgabe trotz vieler Fragezeichen eine schlagkräftige Truppe aufzustellen. „Genau für solche Fälle haben wir ja den Kader in der Winterpause so breit aufgestellt“, sagt Röder. „Jetzt sind andere gefordert, sich zu beweisen.“

Der VfB-Coach erwartet am Sonntag einen Gegner, der sehr auf das Konterspiel setzt. „Dafür müssen wir eine Lösung finden“, so Röder. Der Coach weiter: „Niederwenigern ist eine eingespielte Mannschaft, die sich jetzt schon seit einigen Jahren gut in der Landesliga verkauft. Am Anfang dieser Saison waren sie noch etwas weiter oben dabei. Ihr Beispiel zeigt, wie schnell man in dieser Liga doch wieder in die Nähe der Abstiegsplätze rutschen kann.“