Anna Groesdonk sorgt 2014 für Furore

Anna Groesdonk – hier auf ihrem Pferd Windsor – zählt zu den größten Talenten im Mülheimer Reitsport.
Anna Groesdonk – hier auf ihrem Pferd Windsor – zählt zu den größten Talenten im Mülheimer Reitsport.
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Im Mülheimer Springreiten gehört Anna Groesdonk zu den größten Talenten. Die 19-Jährige reitet schon seit ihrem vierten Lebensjahr und sorgte im vergangenen Jahr bei zwei überregionalen Turnierserrien für Furore.

Wegen der großen Anzahl der Pferde, den zahlreichen Pferdebetrieben und Vereinen sowie der Vielzahl an ausgebauten Reitwegen gilt Mülheim als einer der Hochburgen des Reitsports. Mittlerweile hat die Ruhrstadt auch das ein oder andere Talent hervorgebracht. Hierzu gehört vor allem die 19-Jährige Springreiterin Anna Groesdonk, die im vergangenen Jahr in zwei überregionalen Turnierserien ins Finale gekommen ist.

Bereits im Alter von vier Jahren begann Anna Groesdonk mit dem Reitsport. „Meine Eltern sind auch geritten und ich bin in der Nähe eines Reitstalls aufgewachsen, das hat sich dann automatisch ergeben“, erzählt sie. Im Laufe der Jahre fand die Mülheimerin vor allem Spaß am Springreiten. „Eine L-Dressur sollte ein Springpferd eigentlich auch noch hinbekommen, aber generell sind das fast zwei verschiedene Sportarten. Eine Dressur beim Turnier zu reiten, wäre mir schlicht zu langweilig“, erklärt die 19-Jährige.

Nach und nach stellten sich die ersten Erfolge bei Stadt- und Kreismeisterschaften ein. Seit 2009 gehört Anna Groesdonk, die zuvor für die RG Böllertshöfe geritten war, dem Förderverein für Turnier- und Reitsport an und gehört dort neben Debby Sterzenbach (18) zu den größten Talenten. Im vergangenen Jahr startete sie bei zwei überregionalen Turnierserien – mit Erfolg. Sowohl beim Havens-Cup als auch beim FAB-Cup schaffte sie den Einzug ins Finale. „Das war für mich das erste Mal, da ich sonst noch nie bei solchen Cups teilgenommen habe“, erklärt Anna Groesdonk. Der Havens-Cup ist eine Veranstaltung der rheinischen Reitsportjugend, die sich an bis 21-jährige Reiterinnen und Reiter wendet, die sich auf dem Niveau der Klasse M* bewegen. Von den fünf Qualifikationsturnieren werden die vier besten Resultate für den Finaleinzug gewertet.

In Bruckhausen brachte sich Anna Groesdonk mit einem dritten Platz auf Windsor bereits in eine gute Position. In Kalkar und Remscheid setzten die 19-Jährige und ihr Gefährte sogar noch einen drauf – jeweils Platz eins. In Kalkar feierte die Mülheimerin dabei sogar einen Doppelsieg, denn sie schaffte es mit ihrem zweiten Pferd Celina auf den zweiten Platz. Im Finale des Havens-Cup in Lobberich gelang ihr zwar die drittschnellste Zeit, doch gemeinsam mit Windsor leistete sie sich acht Fehlerpunkte, was schließlich zum siebten Platz reichte.

Auch bei der Turnierserie des Förderkreises für Amateur- und Berufsreitsport (FAB), bei denen allerdings nur Amateure startberechtigt sind, schaffte es die 19-Jährige bis ins Finale. „Das war schon eine tolle Überraschung, mit der ich vorher nicht so gerechnet habe. Leider war ich in diesem Finale nicht so gut“, erinnert sich die Mülheimerin nur ungern.

Seit Anfang Dezember hat die 19-Jährige eine zweimonatige Springpause eingelegt. Ab Ende Januar wird in der Halle wieder trainiert. Ende März oder Anfang April geht es dann auch wieder nach draußen. Zu diesem Zeitpunkt beginnen traditionell auch wieder die Turniere. Annas Terminplanung für das Jahr 2015 steht allerdings noch aus.

Nach den Erfolgen des Vorjahres möchte sie sich nicht selbst unter Druck setzen. „Ich versuche einfach, weiter dran zu bleiben“, beschreibt sie ihre Zielsetzung. In diesem Jahr peilt sie eine Springprüfung der Kategorie M** an.