Angstgener aus dem Münsterland zu Gast in Mülheim

Das Mülheimer Doppel Marcus Ellis (l.)/Jorrit de Ruiter möchte sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren.
Das Mülheimer Doppel Marcus Ellis (l.)/Jorrit de Ruiter möchte sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren.
Foto: WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
Zu einer Neuauflage des Finals um die deutsche Badminton-Mannschaftsmeisterschaft 2014 kommt es am Dienstagabend in der Mülheimer RWE-Sporthalle. Der 1. BV Mülheim erwartet den Titelverteidiger SC Union Lüdinghausen ab 19 Uhr zum Kräftemessen. In der Hinrunde siegte auch der SC Union.

Unvergessene Bilder sind im Kopf geblieben! Am 11. Mai des vergangenen Jahres herrschte beim Finale um die deutsche Mannschafsmeisterschaft im Badminton zwischen Union Lüdinghausen und dem 1. BV Mülheim ein ohrenbetäubender Lärm. Mehr als 600 Zuschauer verfolgten den Krimi mit Emotionen und Leidenschaft in der kleinen Halle des Lüdinghauser St.-Antonius-Gymnasiums – und sie wurden Zeuge des 4:2-Erfolges der Gastgeber. Am Dienstagabend treffen die beiden Teams wieder in der Bundesliga aufeinander – ab 19 Uhr in der RWE-Sporthalle.

„Lüdinghausen ist so etwas wie ein Angstgegner. Seit wir im Jahr 2011 in die Bundesliga zurückgekehrt sind, haben wir nur ein einziges Mal gewonnen. Ansonsten gab es drei Unentschieden und fünf Niederlagen“, sagt der BVM-Vorsitzende Frank Thiemann. Und auch der Mülheimer Trainer Boris Reichel hat großen Respekt vor dem Gegner: „Klassische Schwächen sind bei Lüdinghausen nicht auszumachen.“

Punktgleich mit Bischmisheim

Im Moment haben die Mülheimer im Vergleich zu dem Team aus dem Münsterland die Nase vorne. Hinter dem Spitzenreiter 1. BC Bischmisheim liegt das Team von Boris Reichel punktgleich mit 19:3 Zählern auf dem zweiten Platz. Und seit dem vergangenen, elften Spieltag hat sich eine Lücke zwischen den beiden Spitzenteams und den Verfolgern aufgetan. Der TV Refrath (15:9) und der 1. BC Bonn-Beuel (14:8) kämpfen ebenso um den Einzug ins Halbfinale wie der SC Union Lüdinghausen (12:10).

Der Gegner steht weitaus mehr unter Druck als der BVM, denn bei einer Niederlage wird es schwer mit der erfolgreichen Titelverteidigung. Nach der letztjährigen Finalniederlage sind die Mülheimer natürlich gewarnt. Und auch in der Hinrunde der aktuellen Bundesligasaison hatte der SC Union mit 4:2 das bessere Ende für sich. Johanna Goliszewski hatte Anfang November 2014 im Doppel mit Judith Meulendijks und im Mixed mit Marcus Ellis die beiden Punkte eingesammelt.

Damals wie jetzt waren die Mülheimer in Bestbesetzung angetreten. „Wenn keine unverhoffte Krankheit ausbricht, ausnahmsweise alle Flieger aus England pünktlich sind oder nicht etwas anderes Unvorhergesehenes passiert, wird am Dienstagabend nach langer Zeit endlich wieder die komplette Mannschaft auflaufen“, sagt BVM-Pressesprecher Kai Kulschewski.

Die Gäste werden mit der derzeit besten deutschen Einzelspielerin anreisen. Karin Schnaase, die mehrere Jahre lang in Mülheim gewohnt hat, ist in ihrem Match favorisiert. Auf ein besseres Ende als im Hinspiel hoffen beim BVM insbesondere Dmytro Zavadsky und das Gespann Marcus Ellis/Jorrit de Ruiter.