Alle Neune gegen Kanada

Die deutsche Hockeymannschaft bejubelte gegen Kanada neun Treffer,
Die deutsche Hockeymannschaft bejubelte gegen Kanada neun Treffer,
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft mit den Uhlen Fürk und Windfeder hat in der World League Kanada mit 9:0 deklassiert.

Das war mehr als nur ein Ausrufezeichen, das ist eine Kampfansage an alle übrigen Feldhockeyteams, die sich in diesen Tagen im World-League-Halbfinalturnier in Argentinien eins der Tickets für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio sichern möchten.

Die von Markus Weise trainierte deutsche Mannschaft, zu der auch die Verteidiger Benedikt Fürk und Lukas Windfeder vom HTC Uhlenhorst zählen, haben sich nach der 3:4-Niederlage gegen Gastgeber Argentinien gestern Abend nach unserer Zeit den Frust von der Seele gespielt und das bis dato so gut aufgetretene Aufgebot Kanadas mit 9:0 (5:0) aus dem Stadion „Centro Nacional de Alto Rendimiento Deportivo“ geschossen.

Die Kanadier hatten im ersten Gruppenspiel überraschend die technisch versierten Spanier mit 3:2 bezwungen und dann Österreich beim 3:0 keine Chance gelassen. Selbst dem starken Gastgeber Argentinien boten die Nordamerikaner bei der knappen 1:2-Niederlage Paroli. Doch im vierten und letzten Gruppenspiel brachen bei ihnen alle Dämme.

Frühzeitige Entscheidung

Das Weise-Team ging bereits in der dritten Minute durch Florian Fuchs (UHC Hamburg) mit 1:0 in Führung, nachdem Kapitän Moritz Fürste (ebenfalls UHC) den Angriff eingeleitet und der Kölner Christopher Zeller den Pass in die Spitze gespielt hatte. Und danach ging es Schlag auf Schlag. Florian Fuchs (4.), der Ex-Mülheimer Christopher Rühr (Club an der Alster Hamburg) mit einem frechen Schuss durch die Beinschoner des kanadischen Keepers Carter und der Krefelder Niklas Wellen (7.) brachten den Favoriten binnen vier Minuten mit 4:0 in Führung. Damit war das Spiel bereits frühzeitig entschieden.

Im zweiten Viertel — gespielt wird in der World League 4 x 15 Minuten — erhöhte Mats Grambusch von Rot-Weiss Köln auf 5:0 (29.). Im dritten Abschnitt waren dann Moritz Fürste (36.), Tobias Hauke (38.) vom Harvestehuder THC und erneut der kaltschnäuzige Rühr (45.) zum 8:0-Zwischenstand erfolgreich. Damit war der deutsche Torhunger aber noch nicht gestillt. Christopher Zeller legte in der 49. Minute zum 9:0-Endstand nach.

Der Mülheimer Lukas Windfeder meinte unmittelbar nach Spielende: „Die Kanadier waren nach den frühen Toren beeindruckt und wir haben sehr konsequent unsere Spielidee durchgesetzt.“

Zumindest für sechs Stunden war das Weise-Aufgebot damit Spitzenreiter. Die Partie der zuvor führenden Argentinier gegen Spanien fand nach Redaktionsschluss in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch statt.