Zandvoort ist ein gutes Pflaster

Zndvoort war für Mike Rockenfeller bisher immer ein gutes Pflaster  Am Wochenende will er dort erneut auftrumpfen.
Zndvoort war für Mike Rockenfeller bisher immer ein gutes Pflaster Am Wochenende will er dort erneut auftrumpfen.

Mit den beiden Rennen auf dem Nürnberger Norisring hat die DTM das erste Drittel der Motorsportsaison 2015 absolviert und der Blick in die Tabelle zeigt, dass die Mannschaft von Audi Sport auf dem besten Wege ist, den im vergangenen Jahr an BMW verlorenen Fahrertitel zurückzuerobern.

Aktuell führt der Brite Jamie Green die Tabelle mit 81 Zählern souverän vor seinem Markenkollegen Mattias Ekström (Schweden, 70 Punkte) an. Erst auf Rang drei folgt mit dem Worndorfer Pascal Wehrlein der erste Pilot mit einem Stern auf der Motorhaube, der bestplatzierte BMW-Fahrer Bruno Spengler aus Kanada ist mit derzeit 27 Punkten sogar erst auf Rang neun zu finden.

Wechselhaftes Wetter

Während Green und Ekström bereits vier Mal ganz oben auf dem Siegerpodest standen, kann Mike Rockenfeller mit seinem bisherigen Abschneiden nicht zufrieden sein. In den ersten vier Rennen der Saison war der Niederbieberer zwar noch jedes Mal in die Top Ten gefahren, doch auf dem fränkischen Stadtkurs machte ihm das wechselhafte Wetter einen Strich durch die Rechnung und „Rocky“ ging bei der Punktevergabe komplett leer aus.

Nicht nur, weil ihm dort 2011 der erste Sieg in der populären Tourenwagenserie gelang, gehört Zandvoort zu den absoluten Lieblingskursen von Mike Rockenfeller. Der gebürtige Neuwieder schätzt den 4,307 km langen Dünenkurs vor den Toren von Amsterdam als echte Fahrerstrecke, die mit ihrem anspruchsvollen Layout und den vielen mittelschnellen Kurven eine besondere Herausforderung bedeutet.

Dabei dürfte es ihm gelegen kommen, dass Audi in den zurückliegenden Jahren besonders in Zandvoort stets seine Stärke in puncto Aerodynamik und Fahrzeugbalance ausspielen konnte. Seit dem werksseitigen Comeback in der DTM im Jahr 2004 holte die Marke mit den vier Ringen sieben Mal den besten Startplatz und genauso häufig den Sieg.

Traditionskurs

Neben der DTM tritt auch die FIA Formel 3 Europameisterschaft auf dem niederländischen Traditionskurs an. Die mit 35 Fahrern aus 17 Nationen extrem stark besetzte Nachwuchsserie gilt als direktes Sprungbrett in die Formel 1.Fabian Schiller, der 2015 als Förderkandidat der Deutsche Post Speed Academy in die Formel 3 aufgestiegen ist, betrachtet seine Premierensaison allerdings zunächst als Lehrjahr. „Mit meiner Performance in den Rennen bin ich schon sehr zufrieden. Ich denke, das beweisen meine zahlreichen Positionsgewinne wie beispielsweise in Spa-Francorchamps“, erklärt der Rheinländer, der einen Teil seiner Ausbildung in Moers absolviert hat. „Jetzt müssen wir daran arbeiten, das Auto auch im Zeittraining so weit nach vorne zu stellen, dass ich in der Spitzengruppe mitfahren kann.“

Neben der DTM und der Formel 3 sorgen die Supercar Challenge sowie der Porsche Carrera Cup für einen prall gefüllten Zeitplan und versprechen den Zuschauern reichlich Action auf der Strecke. Tickets in allen Preiskategorien gibt es an den Tageskassen, wobei Kinder bis sechs Jahre freien Eintritt haben und Jugendliche bis 14 Jahre nur die Hälfte zahlen.

Wer nicht vor Ort mitfiebert, kann den Verlauf des Rennspektakels bei der ARD sowohl am Samstag als auch am Sonntag live verfolgen.