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WSV-Partie ist kein Risikospiel

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Der Wuppertaler SV wird in der Oberliga stets von einer großen Anhängerschaft begleitet. Am ersten Rückrunden-Spieltag ist der Tabellenführer zu Gast beim SV Sonsbeck, der mit weit über tausend Zuschauern rechnet. Da sich in der Vergangenheit unter die WSV-Fans schon mal Krawallmacher gemischt hatten, wurden Auswärtspartien des einstigen Bundesligisten von der Polizei als Risikospiele deklariert. Das war auch so, als die Wuppertaler in der letzten Saison erstmals im Sonsbecker Sportpark aufliefen.

Jetzt haben die Verantwortlichen des SVS mitgeteilt bekommen, dass die Begegnung am 22. Februar gegen den WSV kein Sicherheitsspiel ist. Dies hat die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) der Polizei so entschieden – allerdings schon Ende November 2014 bei einem Treffen mit Vertretern des Fußballverband Niederrhein (FVN) und WSV.

Vorstand ist „verschnupft“

Den Vorstand des SVS hat darüber allerdings niemand informiert, sondern durch Zufall davon erfahren, weshalb der nun „verschnupft“ ist. „In den Verbandsrichtlinien für Sicherheitsspiele steht, dass die Vereine spätestens sechs Wochen vor den Partien gegen Wuppertal mit der Organisation beginnen sollen. Das haben wir getan. Die Arbeit hätten wir uns doch sparen können“, sagte Pressesprecher Andreas Proest. Das 2013 erarbeitete Sicherheitskonzept wurde hervorgeholt, mit der Securityfirma und der örtlichen Polizei gesprochen sowie ein Termin mit der Gemeinde vereinbart. Auch mit einem szenekundigen Beamten stand Proest bereits im Kontakt.

Da sich die Wuppertaler Fans in der Oberliga – abgesehen von der Partie in der vergangenen Spielzeit beim VfB Homberg – „recht vernünftig“ verhalten haben, hat die ZIS zunächst die ersten beiden Rückrunden-Partien in Sonsbeck und am 8. März beim SC Kapellen-Erft nicht mehr als Sicherheitsspiele mit größerer Polizeipräsenz eingestuft. Vorteil: Die beiden Clubs, vor allem aber der WSV, sparen eine Menge Geld.

Bei der Polizei nachfragen

Doch die Verantwortlichen des SV Sonsbeck sind dennoch unsicher und wissen nicht, was sie genau beachten sollen, um optimal vorbereitet zu sein. „Wir werden auf jeden Fall nochmals bei der Polizei nachfragen“, so Proest.

Wolfgang Jades, Vorsitzender des FVN-Fußballausschusses, wies auf Nachfrage darauf hin, das immer bestimmte Sicherheitsrichtlinien einzuhalten sind, unter anderem getrennte Eingänge einzurichten.

Zudem gibt’ es am 2. Februar beim Verband noch eine Tagung mit Vertretern von Oberliga-Vereinen, die laut Staffelleiter Clemens Lüning Klarheit bringen soll.

Die Spiele in Sonsbeck und Kapellen-Erft werden aber auf jeden Fall unter Verbandsaufsicht ausgetragen.

René Putjus

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2015-01-21 00:10
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