„Wir machen die lange Fahrt ja nicht nur aus Jux“

Er hat noch lange nicht alles gezeigt, was er kann: Pero Zovko kann dem GSV auch in Kleve helfen.Foto:Christoph Karl Banski
Er hat noch lange nicht alles gezeigt, was er kann: Pero Zovko kann dem GSV auch in Kleve helfen.Foto:Christoph Karl Banski

Selbst in der dunkelsten Ecke des Tabellenkellers der Fußball-Landesliga gibt es Situationen, in denen niemand etwas zu verlieren hat.

Das trifft mit Sicherheit auf Schlusslicht GSV Moers (13. Platz, 13:33 Tore, 8 Punkte) zu, das am Sonntag, 15 Uhr, beim Tabellenführer 1. FC Kleve (1., 30:14, 30) antreten muss. Allerdings hat der GSV dort eine Menge zu gewinnen. Denn Kleve will – wie eigentlich in jedem Jahr – den Aufstieg, steht so gehörig unter Druck.

Der Tabellenzweite 1. FC Mönchengladbach hat sich zwar am vergangenen Wochenende bei den Teutonen aus St. Tönis eine 1:4-Ohrfeige abgeholt, doch Gladbach hat ein Spiel weniger und liegt nur einen schlappen Punkt hinter Kleve.

Kurzum: Ein Ausrutscher ist so ziemlich das Letzte, was die Kreisstädter aus dem Norden des Niederrheins in der derzeitigen Situation gebrauchen könnten.

„Eine Nummer zu gut“

Das wiederum könnte dem GSV in die Karten spielen. Immerhin rechnet niemand mit einem Sieg der Moerser in der Fremde. Die Moerser nicht und Kleve am allerwenigsten.

„Kleve war im Hinspiel wenigstens eine Nummer zu gut für uns“, erinnert sich GSV-Trainer Hrvoje „Vlao“ Vlaovic nicht sehr gerne an die schlimme 0:5-Klatsche am fünften Spieltag auf eigenem Platz. „Die waren nicht nur zu gut, sondern auch zu früh“, schiebt er nach. So war der GSV zu diesem frühen Zeitpunkt noch in der Findungsphase. Das sollte nun anders sein.

Abschenken gibt es nicht

Zwar gab es am Wochenende eine bittere 1:2-Niederlage gegen Nettetal, doch abschenken ist die Sache der Moerser nicht. Sie müssen auch endlich einmal ihre Chancen nutzen und das spielen, was sie können. Allen voran Pero Zovko, ehemaliger bosnischer Erstliga-Spieler, der jede Menge Potenzial, aber noch lange nicht alles gezeigt hat. In Kleve könnte er entscheidend sein.

„Wir machen die lange Fahrt ja nicht nur aus Jux“, grinst Vlao. „Ich trete auch in Kleve an, um etwas mitzubringen. Und dementsprechend bereiten wir uns vor.“

Wie gesagt: Der 1. FC Kleve hat sicherlich mehr Druck als der GSV Moers. Je länger die Partie 0:0 steht, desto eher entscheiden die Nerven. Warum also keine Überraschung?