Wenn Wuppertal kommt, ist auch beim SV Sonsbeck alles anders

So sah es im Dezember 2013 aus, als der Wuppertaler SV beim SV Sonsbeck angetreten war.Foto:Christoph Karl Banski
So sah es im Dezember 2013 aus, als der Wuppertaler SV beim SV Sonsbeck angetreten war.Foto:Christoph Karl Banski

Bevor im Willy-Lemkens-Sportpark an der Balberger Straße der Anstoß erfolgt, muss ein logistischer Großakt bewältigt werden.

Am 22. Februar, 15 Uhr, empfängt der Vorletzte der Fußball-Oberliga SV Sonsbeck in seinem ersten Meisterschaftsspiel in diesem Jahr den derzeitigen Tabellenführer und ehemaligen Bundesligisten Wuppertaler SV. Der Wuppertaler SV ist eben bekannt für seine zahlreichen Fans.

Wenn um 12.45 Uhr Einlass ist, kann es gut sein, dass schon richtig viel los sein wird im Eingangsbereich der Sonsbecker Platzanlage. Allerdings wird es nicht nur ein Kassenhäuschen geben. Denn den Gästen- und Heim-Fans und -Besuchern muss der SV Sonsbeck räumlich etwa 100 Meter getrennte Ein- und Ausgänge ermöglichen. Der Eingang für die Gäste ist am Haupttor der Sportplatzanlage. Die Heimbesucher finden ihren Zugang am Nebeneingang, im nördlichen Bereich des Rasenplatzes, am Verkaufscontainer. Immerhin rechnet der SVS mit rund 1400 Besuchern – davon werden wohl 800 aus Wuppertal kommen.

1000 Stehplätzen in der Nordkurve

In der Zufahrt von der Balberger Straße zur Parkstraße und zum Haupttor herrscht dann in dieser Zeit absolutes Halteverbot, teilt der SV Sonsbeck mit. Zusätzliche Parkplätze befinden sich am Neutorplatz, dem sogenannten Schweinemarkt an der Balberger Straße, dem K&K-Markt an der Balberger Straße, am Rathaus Herrenstraße, Ecke Balberger Straße sowie dem Therapie- und Gesundheitszentrum Sonsbeck an der Parkstraße.

Im Stadionbereich ist eine Fan- und Zuschauertrennung für die Heim- und Gästeanhänger vorgesehen. Dazu kommt, dass die Gegengerade und die nördlichen Kurve mit bis zu 1000 Stehplätzen mit separaten Toilettenwagen sowie Getränke- und Imbissständen ausschließlich für die Wuppertaler Gäste bereitgestellt werden.

Die Heimfans und Sonsbecker Zuschauer haben ihren Platz im Bereich südlich des Umkleidegebäudes und entlang der sich anschließenden südlichen Kurve.

„Das Mitbringen und Abbrennen von Bengalos und anderer Pyrotechnik ist strengstens untersagt“, unterstreicht Andreas Proest, Vorstandsmitglied der SVS-Fußballseniorenabteilung und SVS-Sprecher. Sein Rat: „Mitgebrachte Rucksäcke und ähnliches im Auto oder im Bus lassen.“

Dagegen dürfen Trommeln, die unten offen sind, so dass Kontrolleure einen Blick hineinwerfen können, Schwenkfahnen mit einer Stocklänge bis 1,50 Meter Zaunfahnen, Megafone und ähnliche Artikel zur lautstarken und bunten Unterstützung der Mannschaften mitgebracht werden.

„Wir bitten die Sonsbecker Gäste, die aus dem Ortskern kommen, Autos und Fahrräder zuhause zu lassen“, appelliert Proest an die Einheimischen.

„Erhöhte Kosten“

„Aufgrund der erhöhten Kosten durch diverse Auflagen, liegt der Eintrittspreis beim Spiel gegen Wuppertal für alle bei acht Euro“, so Proest. Das gelte aber nicht für die Dauerkartenbesitzer vom SVS.

Wenn sich nun jeder an diese Vorgaben hält, steht einem hoffentlich schönen und fairen Fußball-Oberliga-Spiel nichts mehr im Wege.