Viktoria Alpen ist voller Vorfreude

Dietmar Paul blickt über den Alpener Sportplatz. Trotz dunkler Wolken, Sturm und Regen huscht ein Lächeln über sein Gesicht.

Der Leiter der Leichtathletik-Abteilung der Viktoria kann es kaum erwarten, bis die Bagger anrollen. Im Frühjahr 2015 soll’s soweit sein. Dann beginnt der Umbau der Anlage neben dem Schulzentrum. Große Pfützen auf der Aschelaufbahn wird’s dann nicht mehr geben. „Die Zusage der Ratsmitglieder vor einigen Wochen war ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk“, sagt der 49-Jährige.

Rund 440 000 Euro investiert die Gemeinde. Vernünftiges Training ist auf der Viktoria-Anlage schon länger nicht mehr möglich. Mit Hilfe des Planungsbüros geo3 wurden die Umbaupläne erarbeitet. Die Verantwortlichen des SV Menzelen, der LG Alpen sowie der Viktoria-Abteilung durften ihre Ideen einbringen. Neben Paul konnte auch sein Stellvertreter Norbert Schulze immer wieder seine Vorstellungen vortragen. Mit dem Grobkonzept sind sie mehr als einverstanden. „Wir freuen uns, dass sich die Fraktionen von uns haben überzeugen lassen, dass das Geld gut angelegt ist“, sagt Paul. „Die Allgemeinheit soll von dem Umbau profitieren. Das gilt sowohl für die Leichtathleten der anderen Alpener Vereine, als auch für die Kinder und Jugendlichen der Schulen.“

So werden die Aktiven in einigen Monaten nicht mehr auf Asche, sondern über Kunststoff laufen. Vier Bahnen sind vorgesehen. Die 100-Meter-Sprintstrecke wird direkt vor das neue Vereinheim verlegt. Auch die Halbkreise hinter den Fußballtoren bekommen eine Kunststoff-Oberfläche. Hinter welches Tor die Weitsprung-, oder Hochsprunganlage oder der Diskusring kommt, steht noch nicht genau fest. Das gilt auch für das Mini-Spielfeld, dessen Begrenzungslinien ebenfalls in eines der Halbkreise aufgemalt werden. Dort soll’s mobile Basketballkörbe oder Hockeytore geben. Auf dem Spielfeld sollen auch Behinderte Sport treiben. Paul: „Wir stehen im engen Kontakt mit dem Behinderten-Beauftragten der Gemeinde.“

Wo jetzt noch die Sprunggrube zu finden ist, sollen dann die Kugelstoßer trainieren. Womöglich wird wie beim SV Menzelen eine kleine Finnenbahn für Jogger sowie Walker entstehen. „Vielleicht lässt sich dafür die Erde des Aushubs verwenden“, so Paul, der davon ausgeht, dass das modernisierte Sportzentrum im Spätsommer eröffnet werden kann.

So sollen Start und Ziel des nächsten Alpener Citylaufs im Juli wieder auf der Anlage liegen.

Dietmar Paul und seine Mitstreiter sind derweil auf der Suche nach Firmen oder anderen Unterstützern, die als Sponsoren auftreten, um die Gemeindekasse zu entlasten. Autowasch-Aktionen oder Sponsorenläufe seien ebenfalls Möglichkeiten, um Geld einzusammeln.

Nur 30 Erwachsene

„Natürlich würden wir Mitglieder gerne mehr Eigenleistung erbringen. Doch müssen die meisten Arbeiten durch Fachfirmen erledigt werden. Und zudem gibt es nur 30 Erwachsene in unserer Abteilung“, sagt Paul, der im Zuge des Umbaus eine noch engere Kooperation mit der LG Alpen anstrebt. Es habe bereits einige Gespräche mit dem LG-Vorsitzenden Herbert Oymann gegeben.

Dietmar Paul steht in einem der Halbkreise, in dem Grasbüschel die Asche überdecken. Sein Blick fällt auf die defekte Entwässerungsbegrenzung, die auf die Seite gekippt ist. „Ende 2013 haben wir erstmals konkret über den Umbau nachgedacht. Toll, dass es im nächsten Jahr klappen wird und alle Alpener Leichtathleten endlich optimale Bedingungen vorfinden.“