Vennikel steht auf dem Prüfstand
06.10.2010 | 16:34 Uhr 2010-10-06T16:34:00+0200
Die Situation ist angespannt, aber keinesfalls dramatisch. Vielmehr überwiegt der Ärger , warum Handball-Verbandsligist HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen derzeit nicht in der Lage ist, seine Potenziale abzurufen.
Das Team um Trainer Olaf Hansen muss nun nach drei Niederlagen in Serie Farbe bekennen. Am Samstag um 18 Uhr wartet das schwere Auswärtsspiel beim SV Schermbeck.
Schwaches
Nervenkostüm
So schlecht, wie sich das Team momentan verkauft, ist es nicht. Olaf Hansen bemängelte zuletzt das schwache Nervenkostüm. Die Mannschaft hat wohl Probleme mit dem selbst auferlegten Druck. Dieser Zustand lässt die Spieler sichtlich verkrampfen. Anders ist der desolate Auftritt unlängst gegen Oppum nicht zu erklären. Wenn dann die nötigen Zuordnungen in der Defensive fehlen, sich eine fahrlässige Chancenverwertung hinzugesellt, hagelt es eben Niederlagen.
Schermbeck ist schwer einzustufen, liegt punktlos am Tabellenende. Allerdings hat der Verein – anders als die HSG – ein riesengroßes personelles Problem. Es fehlten zuletzt zahlreiche Spieler aus den unterschiedlichsten Gründen wie Verletzungen, Beruf oder Urlaub. Neuerliche Hiobsbotschaft: Michael Nölscher muss seine Karriere wegen eines Knorpelschadens im Knie beenden.
So ist diese Partie für beide Kontrahenten enorm wichtig. Der Verlierer wird für einen längeren Zeitraum die Abstiegszone nicht verlassen.
„Ich erwarte von meiner Mannschaft nach dem schwachen Auftritt gegen Oppum nun eine Reaktion“, betont HSG-Trainer Olaf Hansen. „Unter der Woche war Redebedarf. Ich hoffe, es wurde alles geklärt. Im Schermbeck muss einfach mehr kommen. Auf uns wartet ein heißes Spiel.“ Einzig Rückraumspieler Carsten Coß fällt wegen eines Nasenbeinbruchs aus. Spielmacher Thomas Schulz steht nach seiner Bänderdehnung wieder zur Verfügung.
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