Überragende Torschützin Harma van Kreij

Überragte auf dem Spielfeld: Harma van Kreij (mit Ball) netzte elfmal ein.Foto:Thorsten Lindekamp
Überragte auf dem Spielfeld: Harma van Kreij (mit Ball) netzte elfmal ein.Foto:Thorsten Lindekamp
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Der Start ins neue Jahr ist geglückt: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben nach der Weihnachtspause umgehend den Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein gewannen zu Hause gegen Zweitliga-Absteiger TSG Ober-Eschbach mit 31:24 (16:12).

Nur zu Beginn war der TuS-Auftritt etwas wackelig. Die Gäste lagen gleich mehrmals in Front. Lintfort seinerseits übernahm zum ersten Mal beim Spielstand von 7:6 in der 14. Spielminute die Führung. Die Gastgeberinnen erbrachten „nur“ die Normalleistung in der Deckung. Der Funke sprang nicht gänzlich über. Es waren Kleinigkeiten, die nicht funktionierten. Aber die Mannschaft kämpfte sich ins Spiel und übernahm zusehends die Initiative.

Sichere Gegenstöße

Der TuS Lintfort erwischte einen Blitzstart in Durchgang zwei. Viele erfolgreich abgeschlossene Gegenstoßtore sorgten dafür, dass das Torepolster auf 21:14 (36.) anwuchs.

Doch im Gefühl des sicheren Sieges trat eine totale Flaute ein. Die Angriffe wurden ohne Struktur vorgetragen. Die Deckung fiel ziemlich oft auf ein einfaches taktisches Mittel der Gäste (Einlaufen der Außen) rein. Ober-Eschbach war urplötzlich wieder dran (24:25). TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein musste handeln und nahm wichtige Personalentscheidungen vor.

Insbesondere der Torhüterwechsel – Laura Graef kam für Marie Groetelaes – stach. Auch die Hereinnahme von Angelika Bensch für Spielmacherin Eefje Huijsmann erwies sich als goldrichtig. Beide Spielerinnen setzten wichtige Impulse. Torhüterin Laura Graef kassierte bis zum Abpfiff kein einziges Tor mehr.

Der TuS Lintfort fand zurück zu alter Stärke und Souveränität. Die Mannschaft nahm wieder richtig Fahrt auf und distanzierte die Gäste aus Ober-Eschbach noch bis zur Schlusssirene deutlich.

„Man muss als Trainerin auch mal ein glückliches Händchen bei den Einwechslungen haben“, sagte Bettina Grenz-Klein nach Spielschluss. „Die Partie war eigentlich schon gelaufen, leider haben meine Mädels den Faden verloren. Aber trotz dieser unnötigen Schwächephase ist der Sieg absolut verdient.“

Neben Laura Graef und Angelika Bensch verdiente sich Harma van Kreij ein dickes Sonderlob. Die junge Holländerin war mit ihren elf Toren gestern nie zu stoppen.