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Tus Lintfort will mit „Sinn und Verstand auftreten“

22.01.2015 | 20:05 Uhr
Tus Lintfort will mit „Sinn und Verstand auftreten“
Verdiente sich zuletzt ein dickes Sonderlob: TuS-Torhüterin Laura Graef, hier bei einer schönen Parade.Foto:Volker Herold

Es wird schwierig genug – die Drittliga-Handballerinnen vom TuS Lintfort müssen wieder Fahrt aufnehmen.

Nach der langen Weihnachtspause, der Auftaktpartie ins neue Jahr gegen Ober-Eschbach und der darauf folgenden Spielabsage gegen Bayer Leverkusen II fehlt ihnen eindeutig der nötige Rhythmus. Jetzt heißt es wieder volle Konzentration im Heimspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. Angeworfen wird Sonntag, um 16 Uhr, in der Eyller Sporthalle.

Den Gästen macht derzeit das oft zitierte zweite Jahr nach dem Aufstieg zu schaffen. Die Premierensaison war bis zum vergangenen Jahr ein voller Erfolg. Der Verein landete auf Anhieb auf Rang acht, ohne jegliches Abstiegszittern. Die Realität nun sieht ganz anders aus.

Akute Abstiegsängste

Die Handball-Spielgemeinschaft kommt einfach nicht in Tritt. Was der Mannschaft im vergangenen Jahr leicht und locker zuflog, misslingt heuer. Der Verein (8:20 Punkte) wird von akuten Abstiegsängsten geplagt – mittlerweile versucht bereits der dritte Trainer in der laufenden Saison das Schiff wieder auf Kurs zu führen.

Trotz aller Sorgen: Die HSG Dutenhofen stellt in der Regel eine sattelfeste Defensive. Die offensive drei-zwei-eins-Abwehr präsentiert sich extrem Lauf- und Zweikampfstark. „Wir haben uns schon beim 23:20-Hinspielsieg mit diesem Deckungsverband sehr schwer getan“, erinnert sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Daher ist klar, meine Mannschaft muss diesmal mit Sinn und Verstand auftreten. Dabei sind folgende drei Punkte zu beachten: Erstens, wir haben einen Plan und daran muss sich das gesamte Team strikt halten. Zweitens, meine Mädels dürfen sich nicht in Einzelaktion verstricken oder gar aufreiben. Und drittens, darf der Gegner niemals unterschätzt werden.“

Der TuS Lintfort hat zweifelsohne ein großes Paket an spieltaktischen Mitteln – sowie das dazugehörige Personal. Die Mannschaft harmoniert und weiß, was zu tun ist. Treten dennoch einmal Durststrecken in den Vordergrund, so gibt es gleich etliche Spielerinnen, wie zuletzt die überragende elffache Torschützin Harma van Kreij, die mit Individualität oder einfacher Schusskraft wieder für Ruhe sorgen.

„Betrachtet man allein die aktuelle Tabellensituation, so kommen wir aus der Nummer des Favoriten als Dritter gegen einen derzeitigen Abstiegskandidaten wohl nicht so einfach raus“, weiß dann auch TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Für mich ist es wichtig, dass sich meine Mannschaft hochmotiviert, engagiert, diszipliniert präsentiert. Dabei aber auch erfolgreich.“

Michael Bluhm

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2015-01-22 20:05
Moers und Region