TuS Lintfort will ein versöhnliches Ende

Geht oftmals dahin, wo es weh tut: Harma van Kreij, Rückraum-Ass des TuS Lintfort.Foto:Thorsten Lindekamp
Geht oftmals dahin, wo es weh tut: Harma van Kreij, Rückraum-Ass des TuS Lintfort.Foto:Thorsten Lindekamp
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Eine lange und kräftezehrende Saison nimmt ihr Ende. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben aber überwiegend positive Schlagzeilen geschrieben.

Auch wenn der Mannschaft in der Endphase ein wenig die „Puste“ ausging. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein werden in der Endabrechnung einen guten 4. Tabellenplatz einnehmen. Der TuS Lintfort empfängt zum Finale die Zweitvertretung des BV Borussia Dortmund. Angeworfen wird Sonntag um 15 Uhr in der Eyller Sporthalle.

Für Lintfort sollte es ein relativ entspannter Saison Ausklang werden. Es geht für die Gastgeberinnen bekanntlich um nichts mehr. Ganz im Gegenteil zur Konkurrenz aus Dortmund. Der Verein steckt noch im Abstiegskampf, muss, um ganz sicher die Klasse zu halten, mindestens einen Punkt holen: Ansonsten kann noch alles passieren – Relegation oder Abstieg.

Auf dem Zahnfleisch

Allein wegen dieser Brisanz, sollte Lintfort sportlich fair auftreten, versuchen alles zu geben. Doch es wird mit sicher nicht einfach. Die Mannschaft geht bekanntlich schon seit längerem aus unterschiedlichen Gründen auf dem Zahnfleisch, sehnt daher das Saisonende herbei.

Und es gilt erneut zu improvisieren: TuS-Spielmacherin Eefje Huijsmans fällt aus. Und diese entstandene Lücke ist kaum zu schließen. Mögliche Kandidaten heißen Angelika Bensch oder Vanessa Dings.

Die Gastgeberinnen müssen sich daher noch einmal motivieren, das ist der Verein allein den eigenen treuen Fans schuldig. Und auch TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein schlägt in diese Kerbe: „Wir wollen uns zum Saisonabschluss noch einmal mit einem Erfolg von den eigenen Zuschauern verabschieden. Wichtig ist, dass meine Mannschaft dementsprechend auftritt. Ich erwarte von den übrig gebliebenen Spielerinnen, dass sie alles geben, auch wenn es nicht einfach wird, da für Dortmund bekanntlich eine Menge auf dem Spiel steht.“

In Solingen stabilisiert

Die TuS-Spielerinnen haben sich unlängst in Solingen wieder stabilisiert. Grundvoraussetzung war ein engagierter Deckungsauftritt. Aber auch im Angriff lief es über längere Phasen gut – mit einer spieltaktischen Sicherheit und völlig „sauberen“ Torabschlüssen.

Sonntag heißt aber auch Abschied nehmen: Yvonne Fillgert trägt letztmals das Lintforter-Trikot, beendet eine außergewöhnliche, lange und überaus erfolgreiche Handball-Karriere – als ehemalige Nationalspielerin sowie als Top-Linksaußen über Jahre beim Bundesligisten Bayer Leverkusen.