TuS Lintfort siegt in souveräner Manier

Hatte viele starke Momente: TuS-Linkshänderin Leonie Lambertz (Bildmitte).Foto:Christoph Karl Banski
Hatte viele starke Momente: TuS-Linkshänderin Leonie Lambertz (Bildmitte).Foto:Christoph Karl Banski

Die Pflichtaufgabe wurde in souveräner Manier gelöst: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort gaben sich im Aufstiegskampf keine Blöße, schlugen vor heimischer Kulisse die TSG Eddersheim auch in der Höhe verdient mit 34:20 (18:6).

Die Anspannung in diesem Spiel sank bereits zu einem ganz frühen Zeitpunkt. Aufsteiger Eddersheim war gestern Nachmittag schlichtweg überfordert. Die Gäste kamen überhaupt nicht in Tritt, auch weil einige Stammkräfte wegen Verletzungen fehlten, darunter auch die Zweitligaerfahrene Rückraumschützin Sarah Dernbach.

Volle Konzentration

Doch die TuS-Spielerinnen nahmen davon keine Notiz, konzentrierten sich ausschließlich auf sich selbst. Die Mannschaft schaffte es schnell, die nötige Stabilität in der Deckung zu erlangen. Es passte einfach. Eddersheim spielte diesbezüglich mit und übertraf sich an Harmlosigkeit. Lintfort zog früh davon (5:0/10:2/16:6), spielte und kombinierte nach Belieben. Die Vorentscheidung war somit schon mit dem Pausenpfiff gefallen.

Für Lintfort war es in den zweiten 30 Minuten nicht einfach, sich zu motivieren und das Level auf einem hohen Niveau zu halten, obwohl man den Gegner sicher beherrschte. Aber die Gastgeberinnen waren stets bemüht. TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nutzte natürlich die Gunst der Stunde und nahm viele Auswechselungen vor. So konnten unter anderem angeschlagene Spielerinnen wie Harma van Kreij geschont werden. Andere wiederum bekamen somit die nötige Spielpraxis. So verlief der Start in die zweite Hälfte noch etwas holprig. Als sich die Automatismen wieder eingespielt hatten, trat die Mannschaft das Gaspedal wieder durch und alles lief nach Fahrplan. Gleich etliche Spielerinnen hatten starke Momente: Eefje Huijsmans trat als kluge Spielgestalterin in Erscheinung; Leonie Lambertz zeigte, was in ihr steckt, und nicht zuletzt Naina Klein. Das TuS-Küken kam in den letzten Minuten zum Einsatz und „netzte“ gleich zweimal eiskalt ein.

„Schöne Tore“

„Ich bin mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden“, freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein unmittelbar nach dem Schlusspfiff. „Wir haben den Grundstein des Erfolges in Halbzeit eins mit einer kompromisslosen Deckung gelegt. Die Tore im Angriff waren schön und ansehnlich herausgespielt. Der Sieg ist daher hoch verdient.“