TuS Lintfort muss zum Tabellenschlusslicht

Eine Spielszene aus dem 33:20-Hinspielerfolg: Eva Legermann, hier beim Wurf.Foto:Erwin Pottgiesser
Eine Spielszene aus dem 33:20-Hinspielerfolg: Eva Legermann, hier beim Wurf.Foto:Erwin Pottgiesser
Foto: WAZ FotoPool

Die vergangenen Wochen haben mit Sicherheit einige Spuren hinterlassen.

Ungewohnte Erfolglosigkeit, starke Formschwankungen, sowie ein angekratztes Selbstbewusstsein – all diese negativen Faktoren führten dazu, dass sich die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort in einer Krise befinden. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein treten Samstag, um 20 Uhr, bei Fortuna Köln an.

Das Tabellenschlusslicht aus der Domstadt wird den Abstieg wohl kaum noch verhindern können. Fortuna hat bereits auf den Vorletzten einen Drei-Punkte-Rückstand bei noch vier ausstehenden Spieltagen. Die Mannschaft überzeugt regelmäßig mit guten kämpferischen Werten. Aber die vorhandenen Mittel sind eher recht bescheiden.

Julia Schumacher überragt

Die alles überragende Spielerin heißt Julia Schumacher. Die Rückraumspielerin trifft aufgrund ihrer hohen Flexibilität nahezu in jedem Spiel nach Belieben. Steffi Wojtowicz trug in der letzten Saison noch das Trikot des TuS Lintfort.

Der TuS Lintfort hat sicherlich die weitaus besseren Potenziale. Und unter normalen Umständen sollte sich die Frage nach dem Sieger nicht stellen. Zur Erinnerung: Lintfort gewann das Hinspiel mühelos mit 33:20.

Aber die TuS-Spielerinnen haben ihre einstige Leichtigkeit verloren. So wird die Partie bei Fortuna Köln wohl eher ein Duell auf Augenhöhe, als Einbahnstraßen-Handball.

„Wir gehen mit der aktuellen Situation schon recht selbstkritisch um“, sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Das Team ist im Training weiter motiviert, hält das Niveau auf einem hohen Level, gibt vollen Einsatz. Das ist ein krasser Unterschied zur Meisterschaft. Die Spielerinnen lassen sich von Fehlern negativ beeinflussen, sind daraufhin in ihren Aktionen gehemmt. Torchancen werden nicht konsequent herausgespielt, mit zum Teil ängstlichen Abschlüssen.“

Aggressivität

Der TuS Lintfort wartet seit nunmehr fünf Spieltagen (1:9 Punkte) auf einen Sieg. Das Team muss sich gegen den designierten Absteiger aus Köln nötige Sicherheit mit einem beherzten Deckungsauftritt holen. Es gilt die Zweikämpfe aggressiv und kompromisslos anzunehmen. Absprachen, Zuordnungen einhalten – den Gegner zu zahlreichen Fehlern zwingen. Wichtig ist auch: Der TuS benötigt die einfachen Tore aus dem Gegenstoß.