TuS Lintfort erhält gegen SG Bretzenheim eine Lehrstunde

Konnte leider keine konstant gute Leistung über die gesamten 60 Minuten abrufen: Eefje Huijsmans, hier bei einem sehenswerten Fallwurf.Foto:Thorsten Lindekamp
Konnte leider keine konstant gute Leistung über die gesamten 60 Minuten abrufen: Eefje Huijsmans, hier bei einem sehenswerten Fallwurf.Foto:Thorsten Lindekamp
Foto: FUNKE Foto Services

Der Dampf ist aus dem Kessel. Es wird Zeit, dass eine Saison mit zuletzt zu vielen Tiefen ihr Ende nimmt.

Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort sind derzeit fernab von einstigen Großtaten. Die Mannschaft wirkt platt, aufgebraucht und ohne jegliches Selbstvertrauen. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlagen nach einer mehr als dürftigen Vorstellung daheim gegen den designierten Aufsteiger SG Bretzenheim verdient mit 24:32 (11:16).

Die Gastgeberinnen fanden zügig ihren Rhythmus. Es wurde eine zufriedenstellende Deckungsarbeit abgeliefert, mit recht guten Zweikampfwerten. „Chefin“ Eefje Huijsmans setzte im Angriffsspiel wichtige Impulse; Harma van Kreij wirkte lauffreudig und zielstrebig. Beide Kontrahenten bekämpften sich somit auf einem ähnlichen Niveau (9:9/19.)

Aber das Pendel schlug ziemlich schnell nur noch einseitig aus: Betzenheim schaltete mehrere Gänge hoch, während Lintfort zusehends die Puste ausging. Und der Spitzenreiter besaß ein überragendes, bestens aufeinander abgestimmtes Trio. Die beiden Rückraum-Asse – Lea Schuhknecht und Carina Koepke (beide 10 Tore) sowie Kreisläuferin Lara Leuckefeld (7) waren in ihrem Tatendrang nie zu stoppen.

Lintfort leistete sich viele unnötige Fehler, geriet daraufhin bis zum Pausenpfiff noch deutlich in Rückstand.

Ein tolles Trio

Die zweiten 30 Minuten sollten aber erst richtig bitter werden. Dabei muss die Stärke und die Überlegenheit des Gegners natürlich anerkannt werden. Aber trotzdem: Die TuS-Mannschaft präsentierte sich mit einer unterirdischen Leistung. Es gab weder ein Aufbäumen oder Trotzreaktion, geschweige ein ordentlicher Kampf – sämtliche Spielerinnen zeigten Nerven, zogen sich nach Fehlern in ihr eigenes, kleines Schneckenhaus zurück, ergaben sich ihrem Schicksal (18:31).

Für Lintfort gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Rückschläge – aber das Team hat sich nie abkochen oder vorführen lassen.

Und dementsprechend schlecht war auch die Laune von TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Abpfiff. „Das war mir einfach zu wenig. Meine Mannschaft hat vor allem in Durchgang zwei total enttäuscht, sich nicht gewehrt und sich zu keiner Zeit aufgebäumt. In beiden Mannschaftsteilen gab es unglaublich viele Fehler.“