TuS Lintfort durchbricht zitternd die schwarze Serie

TuS-Rückraum-Ass Harma van Kreij (mit Ball) bot beim Tabellenschlusslicht Fortuna Köln eine hervorragende Leistung, warf in diesem wichtigen Spiel satte zehn Tore.Foto:Christoph Karl Banski
TuS-Rückraum-Ass Harma van Kreij (mit Ball) bot beim Tabellenschlusslicht Fortuna Köln eine hervorragende Leistung, warf in diesem wichtigen Spiel satte zehn Tore.Foto:Christoph Karl Banski

So etwas nennt man wohl einen Zittersieg. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben ihre schwarze Serie durchbrochen.

Nach zuletzt 1:9 Punkten endlich mal wieder gewonnen. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein gewannen bei Fortuna Köln denkbar knapp mit 24:23 (11:14).

Dieser Sieg tat der TuS-Seele mal wieder richtig gut. Doch vor dem Jubeln stand eine Menge harter Arbeit. Lintfort musste auf „Kämpferin“ Tatjana van den Broek (Knie) verzichten. Tabellenschlusslicht Köln zeigte wenig Respekt, agierte hoch motiviert und gestaltete die Partie über die gesamte Spielzeit ausgeglichen.

Keinen Rhythmus

Lintfort kam schwach aus den Startlöchern (0:4), ließ sich von Köln leicht und locker überrennen. Die Lintforter Mannschaft benötigte unglaublich viel Zeit, um ihren Rhythmus zu finden – es klemmte an allen Ecken und Enden. Yvonne Fillgert knickte in der 22. Minute im Sprunggelenk um, griff fortan nicht mehr ins Geschehen ein. Lintfort hechelte Köln hinterher (7:13), ehe Harma van Kreij in der Schlussphase des ersten Durchgangs mehrmals sicher traf und das Ergebnis ansehnlich gestalte.

Die so wichtige Leistungssteigerung gelang dann zunächst in der Defensive – dank einer soliden kämpferischen Einstellung. Torfrau Laura Graef trug ihren Teil dazu bei.

So war auch in den zweiten 30 Minuten richtig Feuer in der Begegnung. Fortuna führte noch mit 17:13, als der TuS endlich aufwachte. Den Gästen gelang ein schneller 5:0-Lauf – ein Hattrick von Eefje Huijsmans, sowie Angelika Bensch und Harma van Kreij. Doch es blieb überaus spannend. Das Schlusslicht kämpfte aufopferungsvoll, doch auch die TuS-Spielerinnen gaben keinen Zentimeter Boden preis.

Feiner Unterschied

Die Gäste besaßen allerdings zwei Spielerinnen, die diesmal den kleinen, feinen Unterschied ausmachten: Harma van Kreij und Eefje Huijsmans schulterten sämtliche Verantwortung im Angriff, blieben cool und vor allem kaltschnäuzig im Anschluss.

„Es war eine spannende Begegnung“, betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Meine Mannschaft hat in kämpferischer Hinsicht alles gegeben“. Sie fügt schmunzelt hinzu: „Vorne haben es unsere beiden Holländerinnen gerichtet.“