TuS Lintfort darf nicht ausrutschen

Lintforts Spielmacherin Eefje Huijsmans, hier hart bedrängt, ist am Sonntag gegen die TSG Eddersheim wieder als Spielgestalterin gefordert. Die Holländerin ist allerdings nach wie vor angeschlagen, laboriert schon seit längerem an Knieproblemen.Foto:Thorsten Lindekamp
Lintforts Spielmacherin Eefje Huijsmans, hier hart bedrängt, ist am Sonntag gegen die TSG Eddersheim wieder als Spielgestalterin gefordert. Die Holländerin ist allerdings nach wie vor angeschlagen, laboriert schon seit längerem an Knieproblemen.Foto:Thorsten Lindekamp
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Es wird schwer, teilweise vielleicht unangenehm, aber absolut machbar: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort befinden sich spätestens seit dem vergangenen Wochenende wieder im „Aufstiegsmodus“. Die Tabellenspitze ist unerwartet dicht zusammengerückt, und ein Club aus dem namhaften Quartett mit Kleenheim, Bretzenheim, Lintfort oder Köln wird – ohne große hellseherische Fähigkeiten zu besitzen – beim Saisonfinale den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern.

Aber bis dahin ist es noch ein langer, steiniger Weg. Auf der ersten Etappe gilt es für Lintfort, sich mit der TSG Eddersheim zu messen. Sonntag um 16 Uhr in der heimischen Halle an der Eyller Straße.

Die Gastgeberinnen müssen diese Hürde unbedingt überspringen. Jeder verschenkte Punkt gegen vermeintlich schwächere Gegner kann letztendlich den Titel kosten. Daher gilt es, gegen Eddersheim von Beginn an die Konzentration hoch zu halten.

Nichts zu verlieren

Die Gäste gehören sicherlich in die Kategorie „unbequemer Gegner“. Aufsteiger Eddersheim hat zum jetzigen Zeitpunkt bereits seine Ziele erreicht. Der Verein nimmt mit tollen 18:16-Punkten den sechsten Platz ein, die Abstiegsränge befinden sich in weiter Ferne. Und genau das macht Eddersheim so gefährlich. Die Mannschaft kommt nach Lintfort und hat überhaupt nichts zu verlieren – kann aber im Gegenteil alles gewinnen. So wie kürzlich geschehen beim Überraschungspunkt (25:25) in Bretzenheim.

Eddersheim hat in den vergangenen Monaten eine stete Entwicklung genommen. Und trotz des Erfolges: Der Club blieb in all den Jahren bodenständig. Angefangen von Trainer Tobias Fischer (seit 1984 im Verein) über zahlreiche eigene Talente, die sukzessive und behutsam an höhere Aufgaben herangeführt wurden.

Individuelle Fähigkeiten

Die stark ausgeprägten läuferischen Fähigkeiten kommen insbesondere in der ganz offensiv ausgerichteten 3:2:1-Deckung zum Tragen. Die Offensive basiert auf einer Mischung aus Wurfkraft aus der zweiten Reihen sowie individuellen Fähigkeiten. Die tragenden Persönlichkeiten heißen Sarah Dernbach (verfügt über Zweitliga-Erfahrung) und Franziska Feick.

„Die Aufgabe wird nicht einfach. Eddersheim ist in der laufenden Saison an seinen Aufgaben gewachsen“, weiß TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Fakt ist: Wir müssen in der Abwehr hart und kompromisslos, aber auch sauber agieren, angereichert mit einer erhöhten Laufbereitschaft. Für den Angriff benötigt meine Mannschaft eine gute Mischung aus Individualität sowie Zug zum Tor. Doch über allem steht das Konzept, an das es sich zu halten gilt.“

Der TuS Lintfort hatte beim souveränen 26:17-Hinspielsieg überhaupt keine Probleme mit Eddersheim, lag bis zum Pausenpfiff schon mit 15:4 in Front.