TuS Lintfort benötigt eine aggressive Deckung

Auf sie ist in der Regel Verlass: TuS-Linksaußen Yvonne Fillgert, hier beim Wurf, übernimmt stets wichtige Verantwortung.
Auf sie ist in der Regel Verlass: TuS-Linksaußen Yvonne Fillgert, hier beim Wurf, übernimmt stets wichtige Verantwortung.
Foto: Christoph Karl Banski

Es beginnt bereits die Rückrunde: Auf die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort warten stressige, aufwendige und emotionale Spieltage. Die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein gehört mit dem 1. FC Köln und der HSG Kleenheim zu einem feinen Trio, dass dem Spitzenreiter aus Bretzenheim auf den Fersen ist. Der aktuelle Drei-Punkte-Rückstand ist durchaus aufzuholen. Lintfort empfängt am Sonntag, um 16 Uhr, in der Eyller Sporthalle, die TSG Ober-Eschbach.

Höllisch aufpassen

Das Gästeteam befindet sich im Umbruch. Nach dem souveränen Aufstieg 2012 in die 2. Bundesliga, wurde in der darauffolgenden Saison der Abstieg nur mit Mühe verhindert. Der Absturz folgte allerdings ein Jahr später. Die TSG Ober-Eschbach ist seit dem auf der Suche nach Stabilität und Halt.

Das neuformierte Team harmoniert noch nicht nach Wunsch. Die Mannschaft holte bislang 9:17 Punkte, muss höllisch aufpassen, um nicht durchgereicht zu werden. Soll heißen: Die Abstiegsränge sind ganz nah.

So herrscht im Verein bis heute eine große Unzufriedenheit aufgrund der sportlichen Entwicklung. Der TSG-Vorstand reagierte auf die Talfahrt und vollzog erst vor kurzem einen Trainerwechsel: Marc Langenbach heißt der neue Mann an der Seitenlinie. Er soll nun den Knoten lösen und die Verunsicherung bei vielen Spielerinnen aus den Köpfen bekommen.

Fakt ist zweifelsohne: Der TSG-Kader verfügt über reichlich Qualität und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann die Spielerinnen kollektiv ihre Potenziale abrufen und in der Liga durchstarten.

Bislang klemmte es gleich an mehreren Ecken. Am häufigsten jedoch in der Defensivabteilung.

Spielerinnen integrieren

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga musste Ober-Eschbach eine Vielzahl neuer Spielerinnen ins Team integrieren. Dabei wurden etliche „Neue“ sogar erst auf den letzten Drücker verpflichtet, so dass eine geregelte Vorbereitungsphase nie möglich war. Es traten logischerweise Defizite in Vordergrund. Die Mannschaft harmonierte nicht besonders und zahlte dafür in der Hinrunde den Preis.

Beim TuS Lintfort lief und läuft es gut. Die Mannschaft steckt nach der Weihnachtspause wieder voll im Training. „Ich hoffe, meine Mannschaft findet Sonntag wieder schnell ihren Rhythmus“, sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Die Pause hat meinen Spielerinnen gut getan, um einmal ein paar Tage abzuschalten oder kleinere Blessuren auszukurieren.“

Der TuS Lintfort sucht seinen Erfolg mit einer aggressiven Deckungsausrichtung. Bettina Grenz-Klein dazu: „Wir müssen schauen, dass wir unseren Abwehrsiegerbereich erreichen. Soll heißen. Wenn es uns gelingt nur zwischen 20 und 23 Gegentore zu kassieren, haben wir gute Karten, das Spiel siegreich zu beenden.“

Die Gastgeberinnen müssen ihre Angriffsstrukturen etwas neu definieren. Ohne „Pru“ Kinlend und mit einer derzeit verletzten Eefje Huijsmans müssen nun andere Spielerinnen in die Bresche springen und die nötige Verantwortung übernehmen.

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