Trainer Willi Hermanns soll Negativtrend stoppen

Die erste Mannschaft des TuS Borth, die in der Fußball-Kreisliga B um Punkte spielt, hat in dieser Spielzeit nur selten für positive Schlagzeilen sorgen können. Zwei Spieltage vor Schluss steht das Team von Carsten Bücker auf einem enttäuschenden elften Tabellenplatz. Die Verantwortlichen beim TuS haben sich jedoch auf die Fahne geschrieben, den Negativtrend der letzten Jahre umzukehren und den Verein zu dem zu machen, was er einmal war: ein Aushängeschild für den Fußball im Rheinberger Stadtgebiete.

Eine zentrale Rolle wird Andre Bücker einnehmen. Er möchte ab der neuen Saison als 1. Vorsitzender der Fußball-Abteilung fungieren und hat bereits die ersten Weichen für eine erfolgreichere Zukunft gestellt. Da sein Bruder Carsten das Traineramt aus beruflichen Gründen niederlegt, war Andre Bücker zuletzt mit der Suche nach einem neuen Coach beschäftigt.

Wunschtrainer ist gefunden

Mit dem Borther Willi Hermanns wurde nun der Wunschtrainer gefunden. „Es war ein zähes Ringen. Aber ich freue mich sehr, dass wir ihn überzeugen konnten. Er wird uns mit seiner großen Erfahrung sicherlich weiterhelfen können“, so Bücker. Hermanns, der zuletzt beim SSV Lüttingen tätig war, hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.

„Ich habe lange überlegt. Aber Andre und Hans Drotboom waren hartnäckig und haben sich sehr um mich bemüht“, sagt der Coach, der sich auf die anspruchsvolle Aufgabe freue. Damit es sportlich wieder bergauf geht, muss vor allem der Kader breiter aufgestellt sein.

Der TuS hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit personellen Problemen zu kämpfen und konnte so nur selten seine wahre Leistungsfähigkeit zeigen. „Wir brauchen zur neuen Saison mindestens zwischen 18 und 22 Spieler. Vor allem in der Defensive werden wir etwas tun müssen“, macht Hermanns deutlich. So ist es kaum verwunderlich, dass er sich und Andre Bücker bereits in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen befinden. „Ein gutes Grundgerüst ist vorhanden. Jetzt geht es darum, einige neue Spieler zu holen, die charakterlich und sportlich hierher passen“, sagt Bücker.

Ziel der kommenden Spielzeit soll dann ein Platz im oberen Tabellenmittelfeld der Kreisliga B sein. Bücker und Hermanns hoffen, mit erfolgreicherem und attraktiverem Fußball wieder mehr Zuschauer nach Borth zu locken.

„Die Voraussetzungen sind da. Wir haben eine tolle Anlage und eine gute Infrastruktur“, so Bücker, der den TuS wieder „familienfreundlicher“ machen will. Beide sind sich aber auch bewusst, dass sie vor einer „großen Herausforderung“ und einem „riesen Projekt“ stehen.