Titanen schrumpfen auf Zwergenformat
04.10.2008 | 00:15 Uhr 2008-10-04T00:15:00+0200
VOLLEYBALL. Die Adler des Moerser SC überflügeln beim ersten Heimsieg ihre Gäste aus Wuppertal und gewinnen mit 3:1.
MARTIN SOWADie Pflichtspielpremiere des Moerser SC ist gelungen. Vor nicht ganz gefüllter Tribüne (unter den Gästen war auch der ehemalige Moerser Guido Görtzen) starteten die Adler mit einem 3:1 (25:19, 23:25, 25:22, 25:6)-Sieg in die neue Saison. Allerdings kamen sie gegen die Wuppertal Titans gehörig ins Straucheln. Im ersten Satz führte der MSC erstmals zur technischen Auszeit (8:7). Anschließend setzte sich das Team dank einer 8:4-Serie ab und hielten den Vorsprung bis zum Ende des Satzes. Im zweiten Durchgang sorgten zwei Fehler der Wuppertaler für einen guten Start des MSC. Zur ersten technischen Auszeit lag Wuppertal allerdings knapp in Führung (7:8). Die Titans sahen ihre Chance auf die Überraschung und legten nach. MSC-Trainer Georg Grozer reagierte mit einer Auszeit (11:13), ohne jedoch den gewünschten Effekt zu erzielen: Dirk Grübler baute die Wuppertaler Führung durch Blocks gegen Aleksandar Ljubicic und Matthias Mellitzer auf vier Punkte aus. Erster WechselDaraufhin wechselte Grozer zum ersten Mal, Tim Broshog kam für Ljubicic. Der junge Mittelblocker sorgte mit drei Aufschlägen dafür, dass der MSC aufholte und wenig später in Führung ging (20:19). Doch zwei Annahmefehler des MSC durch Nikola Rosic und Roland Rademaker bescherten den Gästen einen Satzball. Diesen nutzte Florian Wilhelm mit einem Ass zum 23:25. SpannenderSchlagabtauschNach dem 1:1 nach Sätzen lieferten sich die Teams einen spannenden Schlagabtausch am Netz. Zwei knappe Führungen des MSC glichen die Wuppertaler aus. Erst als die Gastgeber zum dritten Mal in Führung gingen (22:21), hatten die Titanen nichts mehr entgegenzusetzen. Ljubicic, im dritten Satz wieder für Broshog im Spiel, punktete zum 25:22. Damit war das Spiel entschieden, die Wuppertal brachen im vierten Durchgang ein. Nur 17 Minuten brauchte das MSC-Team zum rekordverdächtigen 25:6-Satzgewinn. Zuspieler Rademaker zeigte eine starke Serie von zwölf Aufschlägen. Das Spiel hatte allerdings ein unrühmliches Ende. Beim Stand von 24:6 für den MSC verlor Wuppertals Lars Dinglinger die Nerven und trat frustriert gegen eine Werbebande. Der Schiedsrichter zückte die gelbe Karte, die einen Strafpunkt gegen Wuppertal zur Folge hatte und den Sieg für den MSC bedeutete. Zwar sind damit die ersten Punkte gesichert, dennoch überzeugten die Adler nicht immer. Besonders die fünf Aufschlagfehler im zweiten Satz fielen negativ auf und müssen bis zur nächsten Partie abgestellt werden.
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