TC Moers 08 gelingt die Sensation

Tadeja Majericholte im Einzel den vierten Moerser Punkt und machte anschließend im Doppel gemeinsam mit Rebecca Peterson den Triumph des TC 08 beim Titelkandidaten in Kralsruhe perfekt.Foto:Christoph Karl Banski
Tadeja Majericholte im Einzel den vierten Moerser Punkt und machte anschließend im Doppel gemeinsam mit Rebecca Peterson den Triumph des TC 08 beim Titelkandidaten in Kralsruhe perfekt.Foto:Christoph Karl Banski

Das ist eine echte Sensation: Nach zwei Heimschlappen zum Saisonstart hat der TC Moers 08 am Donnerstag einen echten Überraschungscoup gelandet. Beim Titelkandidaten TC Rüppurr Karlsruhe setzten sich die Moerserinnen mit 5:4 durch und meldeten sich damit eindrucksvoll im Rennen um den Klassenerhalt zurück. Dabei mussten die Gäste am Ende noch kräftig zittern: Erst im Tiebreak des letzten Doppels holten Rebecca Petseron und Tadeja Majeric den entscheidenden fünften Punkt für Moers.

500 Zuschauer

500 Zuschauer auf der extra für errichteten und voll besetzten Tribüne in Karlsruhe rieben sich in der ersten Runde verwundert die Augen. Nicht die favorisierten Gastgeberinnen, sondern der Außenseiter vom Niederrhein gab den Ton an und legte eine 3:0-Führung vor. Dafür sorgten Marina Melnikova, Rebecca Peterson und Michaela Honcova, die keinen einzigen Satz abgaben. Damit waren die Moerser Minimalziele – eine ordentliche Präsentation und einige Matchpunkte für die Moral – schon erreicht. Dafür, dass der erste Saisonsieg in greifbare Nähe rückte, sorgte dann Tadeja Majeric, die ebenso in zwei Sätzen den vierten 08-Punkt einfuhr. Daher waren die glatten Niederlagen von Patricia Mayr-Achleitner und Laura Pous Tio durchaus zu verschmerzen.

Vor den Doppeln mussten die Gäste umstellen, denn Michaela Honcova hatte sich im Einzel verletzt und machte Platz für Imke Küsgen. Diese hatte an der Seite von Patricia Mayr-Achleitner aber ebenso wenig Chancen wie Melnikova und Pous Tio, so dass Karlsruhe zum 4:4 ausgleichen konnte. Nun lag der Fokus auf dem allerletzten, entscheidenden Doppel. Angetrieben von den lautstarken Zuschauern, die ihre Lieblinge mit Trommeln und Rasseln nach vorne trieben, schienen Dinah Pfizenmaier und Reca-Luca Jani schon auf der Siegerstraße zu sein.

Im Tiebreak vergab das Heim-Duo aber bei einer 10:9-Führung einen Matchball und wurde dann von Tadeje Majeric und Rebecca Peterson noch abgefangen. Es folgte ein Moerser Siegestänzchen mit der gesamten Mannschaft, Sportwart Michael Faber und Manager Stefan Hofmann noch auf dem Platz.

„Totgesagte leben eben doch länger“, freute sich Hofmann über den Sensationssieg seines Teams. „Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt und gesagt, dass ich sie immer wieder so zusammenstellen würde“, sah er sich in seinen Entscheidungen bestätigt. „Jetzt sind wir wieder richtig gut im Geschäft.“

Intakter Teamgeist

Besonders freute sich Stefan Hofmann über den intakten Teamgeist: „Das war insgesamt ein ganz toller Auftritt mit riesigem Engagement und Zusammenhalt. Besonders bei der Doppelaufstellung haben die Spielerinnen sich eingebracht, und zusammen haben wir es richtig gut gemacht“