Tabellenführer kommt zum Derby zu der Moerser Adler HSG

Abwehrstärke ist Sonntag im Derby  gegen den VfB Homberg gefragt: So wie hier von den beiden Moersern Stephan Windrath (links) und Tobias Vook im Meisterschaftsspiel gegen Oberhausen.Foto:Kerstin Bögeholz
Abwehrstärke ist Sonntag im Derby gegen den VfB Homberg gefragt: So wie hier von den beiden Moersern Stephan Windrath (links) und Tobias Vook im Meisterschaftsspiel gegen Oberhausen.Foto:Kerstin Bögeholz
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In der Handball-Verbandsliga kommt es zum Aufeinandertreffen der alten Rivalen zwischen der gastgebenden Moerser Adler HSG und dem VfB Homberg.

Die Vorfreude ist groß. In diesem Duell steckt erneut reichlich Zündstoff. Der Anpfiff erfolgt Sonntag, 11.15 Uhr, im Henri-Guidet-Zentrum.

Eine ganz besondere Brisanz ist nicht wegzudiskutieren. Tabellenführer Homberg benötigt jeden Punkt für die „Mission Aufstieg“ – und Moers würde dem Nachbarklub liebend gerne in die Suppe spucken. Einfach so.

Doch unter normalen Umständen ist es kein Kräftemessen auf Augenhöhe. Homberg (25:5 Punkte) liefert in der laufenden Saison stabile Leistungen ab. Ganz zu schweigen von der Moerser Adler HSG (12:14 Zähler). Das Team präsentiert sich ziemlich launisch, schwankend – halt ohne Konstanz.

Launisch und schwankend

Beim VfB Homberg spielt die Musik ganz klar im Angriff – es greift eine Mischung aus ausgeprägter Individualität und einer taktischen Ausrichtung. Natürlich stehen so Namen wie Tobias Reich, Kevin Wiedemann oder Tim Leigraf oben auf der Liste. Aber der Verein hat reichlich Personal, kann durchwechseln, ohne einen Qualitätsverlust zu befürchten. Aber auch in der Defensive wird hoch effizient gearbeitet.

Die Moerser Adler HSG hat ganz schlechte Erinnerungen an das verlorene Hinspiel (30:35). Moers führte zur Halbzeit noch mit 16:10, um in den zweiten 30 Minuten total wegzubrechen. Dem VfB gelang es die Partie in kurzer Zeit mit einem einfachen taktischen Mittel auf den Kopf zu stellen: Die Abwehrumstellung von einer defensiven 6:0 auf eine offensive 4:2-Formation reichte aus, um die Moerser Adler in ihren Grundfesten zu erschüttern. Die Meisterschaft ist mittlerweile weit fortgeschritten und es ist zu vermuten, dass die Moerser Adler HSG derweil passende Rezepte parat hat, um auf solche gegnerische Maßnahmen antworten zu können.

Knoten durchschlagen

Trotz allem es ist ein Rätsel, warum die Truppe um Adler-Trainer Dieter Lau nicht in der Lage ist, eine stabile Außendarstellungen zu leisten. Was bleibt, sind unbefriedigenden Berg- und Talfahrten.

Der Mannschaft ist es nach wie vor nicht geglückt, ein Top-Team der ersten sieben Tabellenplätze zu schlagen. Soll der Knoten endlich durchschlagen werden, muss das Leistungslimit erreicht werden. Es fehlen: Frank Rosendahl (privat) und Benedikt Thissen (verletzt).