SVS mit Neuzugang und Rückkehrer

Fabian Wenten (r.) hat seinen Fußbruch auskuriert. Der 24-Jährige wird morgen in Bocholt auf der Auswechselbank Platz nehmen.Foto:Fischer, Armin (arfi)
Fabian Wenten (r.) hat seinen Fußbruch auskuriert. Der 24-Jährige wird morgen in Bocholt auf der Auswechselbank Platz nehmen.Foto:Fischer, Armin (arfi)

18 Treffer hat der SV Sonsbeck in den bislang 22 absolvierten Partien erzielt. Der Tabellendrittletzte stellt mit dieser mageren Ausbeute die offensivschwächste Mannschaft der Fußball-Oberliga Niederrhein. Die wenigen Chancen, die sich das Team von Trainer Thomas Geist erspielt, werden zu häufig nicht genutzt. Für die zwölf ausstehenden Begegnungen steht dem Coach für den Angriff eine weitere Alternative zur Verfügung. Ajdin Mehinovic heißt der offensive Mittelfeldspieler, der seit zwei Monaten mittrainiert und nun verpflichtet wurde. Der 21-Jährige wird morgen im Spiel beim 1. FC Bocholt (Anstoß 15 Uhr) zum Kader gehören.

Keine Wunderdinge erwarten

„Ajdin ist nicht der klassische Goalgetter, aber jemand, der uns spielerisch weiterhelfen kann“, sagt Geist, der keine Wunderdinge von dem lange verletzten Kamp-Lintforter erwartet. Mehinovic ist nach einem Kreuzbandriss „erst bei 70, 80 Prozent“. In Bocholt wird der Zugang , der für den 1. FC Köln in der B- und A-Junioren-Bundesliga sowie der U23 aufgelaufen ist und viele Tore geschossen hat, zunächst auf der Bank Platz nehmen. Bis zu seiner zweiten schweren Knie-Verletzung stand Mehinovic beim Nord-Oberligisten Malchower SV unter Vertrag. Geist hofft, dass er auch in Sonsbeck seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellt: „Warum sollten wir bei dem vielen Pech, das wir hatten, nicht auch mal Glück haben? Man sieht, dass der Junge was kann.“

Nach längerer Abwesenheit kehrt Fabian Wenten in den Kader zurück. Nach seiner Verletzung war er am vergangenen Sonntag bereits für die Sonsbecker „Zweite“ in der Bezirksliga im Einsatz. „Fabian ist schmerzfrei“, so Geist. Wenten wird als Auswechselspieler mit „an den Hünting“ reisen. Jonas Gerritzen sowie Bastian Grütter benötigen noch Zeit bis zu ihrem Comeback. Geist rechnet damit, dass sie noch drei Begegnungen pausieren müssen. Einer, den der Trainer in Bocholt gerne dabei gehabt hätte, hat sich in den Urlaub verabschiedet. Youngster Jan Pimingstorfer, der nach seiner Einwechselung in der Heimpartie gegen den VfB Hilden (1:3) als Aktivposten auffiel und den Strafstoß rausholte, begleitet die B-Junioren als Betreuer nach Spanien, wo sie am Costa-Brava-Cup teilnehmen.

Von dort aus wird Pimingstorfer bestimmt verfolgen, wie sich seine Teamkollegen auf dem Rasen des starken Aufsteigers 1. FC Bocholt schlagen. Trotz der bitteren Heimpleite gegen Hilden ist der rettende 14. Tabellenplatz weiterhin in Sichtweite. SW Essen hat drei Punkte mehr geholt, weist allerdings auch das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber dem SVS auf. Am Sonntag muss die Geist-Elf also möglichst punkten. „Bocholt hat bisher in der Rückrunde weniger erfolgreich gespielt als in der Hinserie. Sie sind gegen uns in der Bringschuld. Mit Leidenschaft und gesundem Zweikampfverhalten wollen wir versuchen, etwas mitzunehmen“, sagt Geist, der aus den kommenden drei Begegnungen in Bocholt, gegen TuS Bösinghoven und in Nievenheim sechs Punkte fordert – „egal wie“. Mit Toren und Vorlagen möchte Zugang Ajdin Mehinovic mithelfen, dass der SVS möglichst schnell einen Nichtabstiegsplatz erreicht.