SVS II-Abstieg in der Hinrunde besiegelt

Die Hinrunde sollte den Sonsbecker Reservefußballern schließlich das Genick brechen. Vielfach haperte es an der Chancenverwertung. Wie hier im Spiel gegen den SV Scherpenberg.
Die Hinrunde sollte den Sonsbecker Reservefußballern schließlich das Genick brechen. Vielfach haperte es an der Chancenverwertung. Wie hier im Spiel gegen den SV Scherpenberg.
Foto: Fischer, Armin (arfi)

„Wir hätten den Abstieg vermeiden können“, meinte Thomas Dörrer, Trainer des SV Sonsbeck II zu dem Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga in der abgelaufenen Saison. Zuletzt spielte die Reserve des SV Sonsbeck in der Spielzeit 2008/09 in der Kreisliga A. Nach sechs Spielzeiten in der Bezirksliga finden sich die Sonsbecker in der dritthöchsten Kreisklasse wieder.

Dörrer tat sich schwer, ein Urteil aus der ganzen Saison zu bilden. Denn Sonsbecks Trainer kehrte erst am 25. März auf den Trainerstuhl zurück. Bis dahin hatte Georg Thüs die sportliche Verantwortung für das Team. Sonsbecks ehemaliger Trainer bemängelte immer wieder die Chancenverwertung sowie zu viele individuelle Fehler in der Defensive.

Vier Siege in der Hinrunde

Nach der Hinrunde hatte der SVS nur vier Siege, zwei Unentschieden bei zehn Niederlagen auf der Habenseite. Das Torverhältnis war mit 24:45 deutlich im negativen Bereich. In der Rückrundentabelle belegte die Dörrer-Elf den zehnten Rang mit sechs Siegen, drei Unentschieden und sieben Niederlagen. Das Torverhältnis betrug 30:31. Die sieben Punkte, die in der Hinrunde weniger geholt wurden, fehlten am Ende zum Klassenerhalt. Denn Sonsbeck musste mit insgesamt 35 Zählern in den sauren Apfel des Abstiegs beißen. Dagegen schaffte der SC Schiefbahn mit 42 Punkten den Klassenerhalt.

Neben der schlechten Hinrunde und der Auswärtsschwäche (nur acht Zähler in fremder Umgebung) war auch die Offensive ein Kernproblem im Sonsbecker Spiel. „Es fehlte ein Knipser“, legte Dörrer den Finger in eine Wunde. Mittelfeldakteur Florian Terlinden war mit zwölf Treffern der erfolgreichste Torschütze. Danach folgte Elias Merkel mit sechs Toren.

Viele Freizeittermine

Desweiteren musste der Chefcoach Woche für Woche eine andere Formation aufbieten. „Einige Spieler haben die falschen Prioritäten gesetzt. Viele Freizeittermine waren wichtiger als der Fußball“, beklagte sich Dörrer, der schon ankündigte, dass es das in Zukunft nicht mehr geben wird. „Da haben wir ganz deutlich drüber gesprochen, und es haben alle Spieler zugesagt, richtig mitzuziehen.“

Ein weiteres Manko waren die Platzverweise: Michael Jansen, Philip van Huet und Marvin Braun sahen Rot, Sebastian Hulstein und Elias Merkel Gelb-Rot.

Sportlich ist Dörrer von der Mannschaft überzeugt. „Die Jungs haben Bezirksliganiveau“, betont Dörrer, der das unter anderem an den Siegen gegen den Zweiten TSV Wachtendonk/Wankum (2:0) und gegen Vierten TSF Bracht (3:2) festmachte. Das 7:1 gegen Schiefbahn war der höchste Saisonsieg. Eine miserable Vorstellung lieferte der SVS bei der 1:8-Schlappe bei Fichte Lintfort.

In der A-Liga möchte Dörrer mit seinem Team oben mitmischen. Der Kader bleibt fast zusammen. Lediglich Braun wird nicht mehr zur Verfügung stehen. Er rückt in den Landesligakader auf. Der eine oder andere A-Jugendliche wird noch dazu stoßen. Dörrer hat klare Vorstellungen für die Zukunft: Frank Vermöhlen wird als Kapitän bestimmt, Johannes Bothen soll als spielender Co-Trainer fungieren.