SV Neukirchen muss mehr Zug zum Tor entwickeln

Augen zu und durch: SVN-Spieler Marvin Bartnik, hier in Aktion, muss auch in Wesel ganz bestimmt einiges einstecken können.Foto:Tanja Pickartz
Augen zu und durch: SVN-Spieler Marvin Bartnik, hier in Aktion, muss auch in Wesel ganz bestimmt einiges einstecken können.Foto:Tanja Pickartz
Foto: FUNKE Foto Services

Der SV Neukirchen stand zuletzt unter Zugzwang und hat diesen Druck standgehalten.

Der Favoritensieg der Verbandsliga-Handballer unlängst gegen die SG Dülken war ein absolutes Muss, denn bislang hat die gesamte Konkurrenz diesen Gegner geschlagen. Nun gilt es nachzulegen, Sonntag, um 17 Uhr, bei der HSG Wesel.

Der Aufsteiger aus der Kreisstadt kann mit dem bisherigen Verlauf der Saison (11:11 Punkte) mehr als zufrieden sein. Der Verein hat sich bislang als eine stabile Einheit präsentiert, mit klaren Aufgabenverteilungen in der Defensivarbeit, sowie wichtigen Strukturen im Vortrag des Angriffs. Mit Sicherheit fließt nach wie vor eine gesunde Portion Euphorie mit in die Auftritte. Diese Kombination – angereichert mit dem ständig steigernden Selbstbewusstsein ergänzt durch die Heimstärke – das macht die HSG Wesel bis heute zu einem gefährlichen Gegner.

Tagesform

Der SV Neukirchen (10:12 Zähler) sollte daher auf der Hut sein, aber auch nicht vor Ehrfurcht erstarren. Beide Vereine sind von ihrem Leistungsvermögen ähnlich einzustufen, wonach das Pendel zu jeder Seite ausschlagen kann. Tagesform, Cleverness oder Willensstärke sind in dieser Partie wichtige Bausteine.

Die Gäste vertrauen zunächst einmal ihrer sattelfesten, eingespielten Abwehr. Zudem muss das Zusammenspiel mit Torwart Dominik Köller harmonieren. Steigerungspotenziale gibt es hingegen in der Offensive. Es ist eindeutig mehr Effektivität beim Torabschluss gefordert: Situationen erkennen um dann eiskalt zuschlagen.

„Meine Mannschaft ist durchaus imstande etwas aus Wesel mitzunehmen“, erklärt SVN-Trainer Björn Baar. „Neben der taktischen Ausrichtung müssen die Spieler einfach mehr Zug zum Tor entwickeln. Dabei aber nicht überdrehen, sondern ruhig und besonnen agieren.“

Beim SV Neukirchen ist einzig der Einsatz von Linksaußen Andre Behmer aus beruflichen Gründen gefährdet. Für Rückraumspieler Jan Roschig hat die Rote Karte gegen die SG Dülken keine Auswirkungen. Der „Halblinke“ kann in Wesel auflaufen.