SV Neukirchen löst die Pflichtaufgabe souverän

Sorgte auf seiner Position stets für Unruhe: SVN-Kreisläufer Torsten Philipp, mit Ball, warf gegen Dülken vier Tore.Foto:Christoph Karl Banski
Sorgte auf seiner Position stets für Unruhe: SVN-Kreisläufer Torsten Philipp, mit Ball, warf gegen Dülken vier Tore.Foto:Christoph Karl Banski

Die ungewohnte Situation des Favoriten ist gemeistert – nicht unbedingt schön, aber zumindest erfolgreich: Die Verbandsliga-Handballer des SV Neukirchen schlugen vor heimischer Kulisse das nach wie vor punktlose Schlusslicht, die SG Dülken, verdient mit 23:17 (11:7).

Die Hausherren agierten von Beginn an aus einer stabilen Deckung. In diesem Mannschaftsteil wurde der Grundstein des Erfolges gelegt. Torwart Dominik Köller war zudem ein stets sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Die Spieler zeigten Präsenz mit Ausstrahlung und Zweikampfhärte.

Im Angriff hingegen lief es nicht so flüssig. Es fehlte an Druck, Dynamik und Entschlossenheit. Zudem krankte es an der Chancenverwertung, auch etliche Stockfehler gesellten sich hinzu. Aber trotz allem: Es reichte, um eine limitierte Gästetruppe stets unter Kontrolle zu halten. Es war eine faire Partie, trotz zweier strittiger roter Karten. Zunächst gegen Marcel Schöpper (SG), etwas später gegen Jan Roschig (SVN). In beiden Fällen wegen groben Foulspiels.

Kurzzeitige Irritation

Neukirchen präsentierte sich in Hälfte zwei entschlossen (15:8). Als Dülken jedoch seinen Deckungsverband öffnete, traten kurzzeitig Irritationen auf. Das Team musste sich erst mental neu ausrichten. Dies gelang mit Verzögerungen. Die Blau-Gelben gaben in der Schlussphase allerdings ganz klar den Ton an und siegten verdient. Neben Dominik Köller überzeugte Kreisläufer Torsten Philipp. „Es war ein wichtiger Arbeitssieg. Aber wir haben den Gegner zu jeder Zeit kontrolliert“, zog SVN-Trainer Björn Baar Bilanz.

SVN: Peters 7/5, Miller 4/1, Bartnik 4, Philipp 4, Casper 2, Roschig 1, Wilke 1.
Jörg Förderer, der Bundesligaerfahrene Spielmacher, verlässt sofort den SV Neukirchen. Der Grund: Beim Drittligisten SG OSC Löwen Duisburg, den Förderer trainiert, herrscht akuter Spielermangel im Rückraum. Kevin-Christopher Brüren hat sich, wie berichtet, schwer verletzt, und Felix Handschke hat die Löwen überraschend Richtung Ligakonkurrent Neusser HV verlassen. Förderer ist bei den Duisburger Löwen nun Spielertrainer.