SV Neukirchen kommt erst spät auf Touren

Natürlich läuft es momentan nicht gut. Aber man muss die Kirche auch im Dorf lassen: Die Verbandsliga-Handballer des SV Neukirchen verfügen nicht über die Qualitäten anderer Spitzenteams. Genau so muss die 24:30 (9:16)-Niederlage bei Aufstiegsaspirant Treudeutsch Lank auch angesehen werden.

Die Blau-Gelben hatten nie wirklich eine Siegchance. Der Gast verkaufte sich in Hälfte eins zudem noch ziemlich schlecht. Die Mannschaft bekam keinen Zugriff. Im Angriff fehlte die Entschlossenheit, in der Verteidigung die Zuordnungen sowie die Aggressivität. Die Spieler waren irgendwie nicht richtig wach, zu viele Zweikämpfe gingen zu einfach verloren. Mit der nötigen Deckungsumstellung – 6:0-Variante – wurde es bis zum Halbzeitpfiff sichtbar besser.

Die Gäste präsentierten sich nach dem Seitenwechsel motivierter. Mit dem angeschlagenen Daniel Peters (Wurfarm) kam mehr Zug in die Aktionen. Die Mannschaft zeigte endlich die dazugehörige Körpersprache, mit mehr Engagement. Neukirchen gelang es die Partie ausgeglichen zu gestalten. Es klappte auch, weil Lank in Halbzeit zwei den Fuß vom Gaspedal nahm – viel wechselte aber nie seine Souveränität verlor.

Marcus Bryja sieht Rot

Die Gäste traten ohne Rückraumspieler Jan Roschig (Leistenbeschwerden) an; Kreisläufer Marcus Bryja sah in der Schlussphase die Rote Karte wegen eines Foulspiels.

„Wir waren in den ersten 30 Minuten nicht gut, haben die Hälfte zwei aber ordentlich gestaltet“, sagte SVN-Trainer Björn Baar. „Die Mannschaft wusste sich zu steigern, hat sich – wenn auch spät – zu einer Einheit zusammengefunden.“

SVN: Peters 7/1, Bartnik 5, Behmer 4, Kaplanek 4, Miller 2/1, Casper 1, Bryja 1.