Stressfreier Silvesterlauf ohne Stoppuhr

Unterwegs in schwarz/gelb: Etliche Mitglieder der Veener Borussia mischten sich wieder unter die Teilnehmer.
Unterwegs in schwarz/gelb: Etliche Mitglieder der Veener Borussia mischten sich wieder unter die Teilnehmer.
Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Wie der Christbaum zu Weihnachten, gehört für viele Sportler der Silvesterlauf von Borussia Veen zum Jahresabschluss dazu. Auch 2014 zog die Veranstaltung in der Hees wieder rund 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Der Treffpunkt lang an der ehemaligen Gaststätte Schrammshof. Willi Spettmann, Ehrenvorsitzender des Vereins, gab pünktlich um 14.30 Uhr den Startschuss zum 31. Silvesterlauf. Oder besser gesagt: Er zählte den ersten Countdown des Tages runter. Viele Besucher machten begeistert mit.

„Das gehört einfach dazu. Es ist ein Gemeinschaftserlebnis“, sagte die 17-jährige Mila Meitert. Und dann ging’s auch schon los für sie und die anderen. Drei Strecken standen zur Auswahl: fünf, 7,5 sowie zehn Kilometer. Luca Ingener (14) entschied sich für die Kurzdistanz. Seit fünf Jahren macht er schon mit.

Anstrengender Lauf für den Papa

Als Borussia-Mitglied sei das Ehrensache, bemerkte er. Ohnehin findet der C-Jugend-Fußballer den Lauf toll. „Im Moment haben wir Spielpause. Der Silvesterlauf ist daher eine gute Gelegenheit, mit der Mannschaft wieder etwas Sport zu treiben“, meinte er.

Thomas Heiden und sein Sohn Gerit (10) entschieden sich ebenfalls für die 5000 Meter. Während der Zehnjährige als Kicker der Veener EI-Jugend jedoch voll im Training steht, war der Lauf für seinen Papa schon anstrengender. Spaß hatten aber beide. „Es war matschig, aber super“, so das Fazit des Gespanns aus Ginderich. Selbst wenn der Vater vor der Fitness des Sprösslings letztlich kapitulieren musste. „Die Jungs sind mit ihrer Mannschaft gelaufen. Zuerst habe ich versucht, mitzuhalten. Aber bei dem Tempo kam ich nicht mit“, so Heiden. Kein Problem: Eine kleine Abkürzung im Wald genügte, um am Ziel wieder mit der Gruppe vereint zu sein.

So genau nimmt man es beim Silvesterlauf eben nicht. Es gibt weder eine Zeitmessung, noch werden Sieger gekürt. Jeder kann während des Laufs seine bevorzugte Distanz auswählen und selbst entscheiden, ob er diese joggen, walken oder spazieren gehen möchte. „Bei dem Lauf geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern viel eher um den Spaß am Sport. Es geht darum, wieder zu bewegen und dabei andere Leute um sich zu haben“, erklärte Mila Meitert. Die Sonsbeckerin nimmt seit fünf Jahren teil.

Familienhund ist dabei

Am vergangenen Mittwoch hatte sie ihre Mutter Elisabeth, ihre kleine Schwester Nicole (11) und den Familienhund mitgebracht. „Normalerweise jogge ich die längste Strecke. Diesmal machten wir gemütlich. Manche Teile sind wir gejoggt, andere gegangen, so dass alle gut mitkamen“, so Meitert. „Ich habe mir als Vorsatz gefasst, mehr Sport zu treiben. Der Silvesterlauf war eine schöne Einleitung dazu“, ergänzte ihre Mutter.

Auch am letzten Tag in 2014 machten die Borussia-Läufer die größte Anzahl der Teilnehmer aus. Die Straßen vor dem Schrammshof waren allerdings wieder gesäumt von Autos, die verrieten, dass der Lauf zum Jahresabschluss in vielen Teilen des unteren Niederrheins seine Anhänger hat. Für alle Teilnehmer – ob „Profi“ oder Hobbyläufer – standen im Zielbereich Kakao und Krapfen bereit.