Stockenschneider trifft gegen seinen Ex-Klub

Jan Stockenschneider (rechts), hier noch für seinen ehemaligen Verein Grefrather EG, hat zwar jetzt für die Black Tigers zweimal gegen die GEG getroffen. Doch es reichte nicht für Moers.Foto:Michael Gohl
Jan Stockenschneider (rechts), hier noch für seinen ehemaligen Verein Grefrather EG, hat zwar jetzt für die Black Tigers zweimal gegen die GEG getroffen. Doch es reichte nicht für Moers.Foto:Michael Gohl
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Die Black Tigers vom GSC Moers finden einfach ihren Rhythmus nicht. In der Eishockey-NRW-Liga reichte erneut eine klasse Leistung im Anfangs- und Mitteldrittel nicht aus, um bei der Grefrather EG erfolgreich zu sein. Mit 4:8 (1:1, 1:3, 2:4) unterlagen die Grafschafter Schlittschuhläufer dem Rivalen von der Niers.

Dabei gingen die Gäste nach 14 Minuten durch Jan Stockenschneider, der erst Anfang der Saison von den Grefrathern nach Moers kam, noch verdient in Führung. Doch noch vor dem ersten Abpfiff glichen die Gastgeber aus. Und so präsentierte sich auch das Mitteldrittel. Ausgeglichen agierten beide Mannschaften – doch Grefrath hatte das Torglück auf seiner Seite und verfügte über die notwendige Cleverness, die den Tigern aus Moers schon die gesamte Saison abgeht. Vor dem Schlussdrittel lag die Eissportgemeinschaft schließlich mit 4:2 vorne. Jan Lankes hatte noch für Moers getroffen.

Dabei traf Moers kurz vor Ende des Mitteldrittels zum vermeintlichen Anschlusstreffer. Doch das Schiedsrichtergespann verwehrte wegen Torraum-Abseits die Anerkennung.

Die Stimmung war sehr aufgeladen. Die Black Tigers wurden von vielen Fans in dem Niederrhein-Derby unterstützt und setzten nochmals alle Kräfte frei. Moers versuchte alles, um den Anschlusstreffer zu erzielen, doch das 5:2 der Grefrather erwischte die Spieler von Tiger-Trainer Andrej Emersic wie ein Leberhaken im Boxen. Die Luft war raus, die Moerser Akteure waren gefrustet, reduzierten ihre bis dahin klasse Bemühungen deutlich. Grefrath wurde von Trainer Karel Lang, in der Bundesliga und der DEL einst der „Hexer“ im Tor des Krefelder EV, angepeitscht. Prompt gelang den Gastgebern einfach alles. Moers nichts. Grefrath bestimmt nun das Spiel, baute die Führung aus. Da half auch der zweite Treffer von Stockenschneider gegen sein Ex-Team und ein weiteres Tor durch Dennis Holstein nichts mehr. Mit 4:8 gab es eine herbe und vor allem bittere Niederlage.

Tief enttäuscht

Trainer und Mannschaft waren nach dem Spielende tief enttäuscht. „Eigentlich sollte in Grefrath die Aufholjagd und damit der Grundstein für das Erreichen der Endrunde gelegt werden“, so GSC-Geschäftsführer Heinz-Josef Böhme. „Die rückt nun in weite Ferne, da nunmehr jedes Spiel gewonnen werden müsste und die Tabellennachbarn keine nennenswerten Siege mehr erzielen dürften. Die Chance scheint nur noch sehr theoretisch.“

Trotzdem bedanken sich die Schwarzen Tiger bei den mitgereisten Fans für die lautstarke Unterstützung.

Strafen:

Grefrather EG:8 Minuten

Black Tigers:14 Minuten