Steigerung nach einem schlechten Start

Zu Saisonbeginn hatte der TuS Fichte Lintfort (rot) noch Anlaufschwierigkeiten. Am zweiten Spieltag gab es gegen den Neuling SV Scherpenberg ein 2:2.
Zu Saisonbeginn hatte der TuS Fichte Lintfort (rot) noch Anlaufschwierigkeiten. Am zweiten Spieltag gab es gegen den Neuling SV Scherpenberg ein 2:2.
Foto: WAZ FotoPool

Auf Tabellenplatz drei überwintert der TuS Fichte Lintfort in der Fußball-Bezirksliga. Nach dem Abstieg aus der Landesliga und einem großen personellen Umbruch hatten Trainer Albert Mehmeti und seine Schützlinge zunächst Anlaufschwierigkeiten. Danach zeigte die Elf von der Franzstraße aber, dass Qualität in ihr steckt.

„Wir sind schlecht gestartet“, macht Mehmeti gar keinen Hehl aus dem Fehlstart. In den ersten fünf Spielen gelang kein Sieg. Wer vor der Saison insgeheim auf den direkten Wiederaufstieg gehofft hatte, sah sich früh eines besseren belehrt. „Wir hatten eine fast komplett neue Mannschaft zu formen“, erklärt Mehmeti und betont ausdrücklich: „Es lag aber sicherlich nicht an fehlender Qualität.“

Viele Rote Karten

Vielmehr brauchten die Lintforter einfach Zeit, um sich einzuspielen und an die Liga zu gewöhnen. „Es hat einfach nicht gepasst, das System hat nicht funktioniert. Dazu kamen viele Rote Karten und Verletzungen“, so Mehmeti und schildert darüber hinaus noch weiter: „Wir kamen am Anfang nicht mit Gegnern klar, die viele lange Bälle gespielt haben. Daran haben wir uns erst mit der Zeit gewöhnt.“

Die eigene Spielweise werden die Lintforter aber sicherlich nicht umstellen. „Ich habe an meinem Plan und meinem Konzept festgehalten. Das war richtig und mit der Zeit hat das alles sehr gut funktioniert“, berichtet Mehmeti weiter und erklärt, dass er viel Wert auf „Kurzpassspiel, Pressing und Gegenpressing“ legt.

Der Erfolg gab dem Trainer in der Folge Recht. Von den verbleibenden elf Spielen der Hinserie gewann seine Mannschaft beeindruckende acht. Das ganze bei nur noch einer Niederlage.

Ein 8:1-Kantersieg gegen den SV Sonsbeck II begeisterte dabei genauso wie vier Punkte aus den beiden Spielen gegen die Spitzenmannschaften VfB Uerdingen und TSV Wachtendonk-Wankum.

„Gegen Mannschaften von oben, die selbst mit uns Fußball gespielt haben, haben wir immer deutlich besser gespielt“, findet Mehmeti ohnehin. Selbstbewusst erklärt er: „Es gab keinen Gegner, der uns wirklich überlegen war. In den beiden Spielen, die wir verloren haben, haben wir uns doch sozusagen selbst geschlagen. Wir haben aber vielleicht die besten Einzelspieler von allen Mannschaften.“

An die starken letzten Eindrücke wollen die Lintforter um Mehmeti nach der Pause natürlich anknüpfen: „Wir wollen da weiter machen, wo wir aufgehört haben.“ Dann kann die Rückrunde auch als Testlauf für die kommende Saison dienen, in der man freilich von Beginn an auftrumpfen möchte. „Wenn wir rechnerisch nicht mehr absteigen können, können wir auch einiges ausprobieren“, so Mehmeti und erläutert: „Wir wollen dann schauen, wo die Schwächen liegen und was wir noch verbessern müssen, um uns dann im Sommer gezielt zu verstärken.“

Einige personelle Veränderungen gibt es auch schon jetzt. Oguzhan Alemdar geht im Rahmen seines Studiums für ein halbes Jahr in die Türkei und fehlt demnach bis zum Sommer. Benjamin Dolle hingegen kehrt von seinem USA-Aufenthalt zurück. Außerdem kommen Besnik Saljiji (GSV Moers), Kevin Hippert (Borussia Veen) und Kadir Dökmecioglu (VfL Repelen) an die Franzstraße.

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