Start frei für die Qualifikation zum 24-Stunden-Rennen

Zwei Moerser Piloten – beinahe – vollkommen unter sich: Hier, unmittelbar nach dem Start beim Langstreckenrennen im vergangenen Jahr auf dem legendären Nürburgring war Ralf Goral in seinem gelbenToyota (vorne links) vor dem weißroten BMW von Malte Mahlert (vorne rechts) unterwegs.Foto:Farid Wagner
Zwei Moerser Piloten – beinahe – vollkommen unter sich: Hier, unmittelbar nach dem Start beim Langstreckenrennen im vergangenen Jahr auf dem legendären Nürburgring war Ralf Goral in seinem gelbenToyota (vorne links) vor dem weißroten BMW von Malte Mahlert (vorne rechts) unterwegs.Foto:Farid Wagner

Die Endurance-Saison auf dem Nürburgring verspricht in diesem Jahr einen besonderen Spannungsbogen:

Bevor das ADAC 24-Stunden-Rennen vor vollen Rängen über die Bühne geht, wird der Prolog erneut beim Qualifikationsrennen am 11. und 12. April ausgetragen.

Nach der Premiere im vergangenen Jahr bekommen die Teams und Piloten bereits zum zweiten Mal eine ausführliche Gelegenheit, ihre Boliden bis ins kleinste Detail auf eines der prestigeträchtigsten Rennen der Welt vorzubereiten. Für die Fans geben die Organisatoren beim ausrichtenden ADAC-Nordrhein Vollgas und haben beim 24-Stunden-Rennen, welches erneut am langen Himmelfahrts-Wochenende, vom 14. bis 17. Mai, ausgetragen wird, mit dem Lauf der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC auf der Nordschleife ein zusätzliches Highlight im Programm.

Goral und Mahlert aus Moers

Schon seit vielen Jahren nehmen auch zahlreiche Rennfahrer vom Niederrhein die schönste und zugleich anspruchsvollste Rennstrecke der Welt unter die Räder ihrer Sport- und Tourenwagen. International bekannte Top-Piloten wie der Duisburger Lance David Arnold oder Jörg Müller aus Hückelhoven gehören ebenso dazu wie die Moerser Ralf Goral und Malte Mahlert, Automobilsport-Instruktor Benjamin Leuchter aus Duisburg oder Norbert Bermes aus Krefeld, wobei die Breitensportler jedoch eher in den seriennahen Klassen an den Start gehen.

Welche Teams und Fahrzeuge am kommenden Wochenende an den Start gehen werden, gibt der ADAC Nordrhein erst kurzfristig vor Veranstaltungsbeginn bekannt, denn die Teilnehmer können sich noch bis einschließlich Mittwoch einschreiben und entscheiden, ob sie auf der Nordschleife fahren oder nur an den Test- und Einstellfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs teilnehmen wollen. Denn nach dem schweren Unfall beim VLN-Saisonauftakt hatte der DMSB den besonders schnellen GT-Sportwagen zunächst vorläufig die Starterlaubnis entzogen.

Nordschleifen-Erfahrung sammeln

„Wir hielten es allerdings für das völlig falsche Signal, zum jetzigen Zeitpunkt die gesamte Veranstaltung abzusagen, auch wenn derzeit nicht feststeht, ob alle genannten Fahrzeuge tatsächlich zum Start auf der Nordschleife zugelassen werden”, erklärt Walter Hornung, Rennleiter des 24-Stunden-Rennens und Sportleiter des ADAC-Nordrhein. „Im Gegenteil: Wir bieten mit dem Qualifikationsrennen den Fahrern, die vor dem 24-Stunden-Rennen noch wichtige Nordschleifen-Erfahrung sammeln wollen, die Gelegenheit dazu – notfalls in einem Fahrzeug einer kleineren Klasse. Außerdem haben auch die Teams in den größeren Klassen auf jeden Fall die Chance, die Test- und Einstellfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs zu nutzen.”

Los geht es am Samstag um 8.30 Uhr zunächst auf der Grand Prix-Strecke, bevor um 12.30 Uhr die Piloten der Rundstrecken-Challenge (RCN) erstmals den Gesamtkurs unter die Räder nehmen. Die Teilnehmer an der 24-Stunden-Qualifikation trainieren ab 16.50 Uhr, ihr Rennen über sechs Stunden wird am Sonntag Mittag um 12 Uhr gestartet.

Ein Traum kann wahr werden

Einmal dort zu flanieren, wo die Teams ihrem Vollgas-Job nachgehen – für viele Fans ist das ein Traum. Und der kann an diesem Wochenende wahr werden. Denn am Samstag Nachmittag vor dem ersten Zeittraining sind alle Besucher mit gültiger Eintrittskarte zum Pitwalk eingeladen. Um 16 Uhr öffnet sich für sie 45 Minuten lang das Tor am Ende der Boxengasse. Wochenendkarten zum Preis von 25 Euro gibt’s an den Tageskassen.