Staffel-Quartett hört auf den Coach Hücklekemkes

Die schnellen Jungs und Mädels vom Team Niederrhein (von links): Marc van Rechtern, Lucas Mischke, Leonie Freynhofer, Lea Gühnemann, Lukas Peer und Lukas Eisele.
Die schnellen Jungs und Mädels vom Team Niederrhein (von links): Marc van Rechtern, Lucas Mischke, Leonie Freynhofer, Lea Gühnemann, Lukas Peer und Lukas Eisele.

Stillstand ist beim Team Niederrhein eher nicht vorgesehen. Im Gegenteil. Beim Meeting in Oedt waren gerade die Sprinter wieder erfolgreich unterwegs.

Und ganz schön schnell.

„Bei den LVN-Meisterschaften in Bottrop hatten alle Starter in den Sprints mit sehr starkem Gegenwind zu kämpfen. In Oedt beim Sprint-Meeting war es windstill und schon gab es eine Leistungsexplosion bei unseren Aktiven“, so Team-Trainer Hannes Hücklekemkes. Denn insgesamt gab es in Oedt gleich drei Qualifikationen für die deutsche Meisterschaft, sieben Siege, vier zweite, zwei dritte Plätze und sechs neue persönliche Bestleistungen.

In der Männerklasse siegte über 100 Meter Marc van Rechtern mit Jahresbestleistung von 11,22 Sekunden. Über 200m lief er ebenfalls als Sieger mit 22,53sek eine neue Bestleistung und steigerte sich um fast drei Zehntelsekunden. Nach dem fünften Staffeltitel in Folge bei den Nordrheinmeisterschaften lief in Oedt die 4x100m-Staffel in der Männerklasse mit den drei Jugendlichen, Lucas Mischke, Lukas Peer, Lukas Eisele sowie mit Marc van Rechtern, der seit diesem Jahr in der Männer- beziehungsweise der Juniorenklasse startet.

Optimalen Bedingungen

Hücklekemkes hatte als Vorgabe einen neuen Vereinsrekord ausgegeben. Denn im Mai war das Quartett bereits mit 42,91sek schon nahe an dem bestehenden Team-Rekord von 42,72sek herangelaufen.

Bei optimalen Bedingungen und etwas ausgereizteren Wechseln gab es dann nach der 4x100m-Staffel großen Jubel bei allen Beteiligten. Marc van Rechtern brachte nach einem überragenden Start und Kurvenlauf die Staffel gleich auf Kurs. Der Wechsel zu Lucas Mischke klappte sehr gut und nach einem deutlich besseren Wechsel auf Lukas Peer, der deutlich besser klappte als noch bei den Nordrheinmeisterschaften in Bottrop, passte es auch beim letzten Wechsel auf Lukas Eisele. Mit 42,63sek gab es schließlich prompt die erwartete Verbesserung des Vereinsrekordes. „Wenn wir nun noch etwas mehr bei den Wechseln riskieren, alle gesund und fit sind, können wir sicherlich auch bald eine ganz kleine 42er-Zeit laufen“, zeigt sich Hannes Hücklekemkes zwar mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden, aber mit dieser Staffel noch lange nicht am Ende.

„Lukas Eisele wird nun auch immer schneller und lief über 100 Meter mit 11,14 Sekunden als Sieger bei der MJ-U20 über die Ziellinie“, begründet der Coach seine Zuversicht.

Sprintpokal für Eisele

Auch über 200m siegte Lukas Eisele mit der starken neuen persönlichen Bestleistung von 22,43sek die ebenfalls – wie bereits schon über die 100m – die Qualifikationsnorm für die deutschen Jugend-Meisterschaften bedeutet, die bekanntlich vom 31. Juli bis 2. August in Jena ausgetragen werden. Und damit sicherte er sich auch den Sprintpokal vom Veranstalter für den besten Sprinter.

Lucas Mischke lief die 100m als Zweitplatzierter in 11,52sek und Lukas Peer wurde in 11,74sek Dritter. Außerdem lief Lukas Peer noch die 200m in 23,29sek.

Ganz starke Frauen

In Oedt starteten aber nicht nur die Staffel-Jungs vom Team Niederrhein.

Auch die sehr fleißige und enorm verbesserte Leonie Freynhofer konnte in ihrer Altersklasse WJ-U20 gleich mit zwei Bestleistungen beim Sprint-Meeting überzeugen.

Über 100m lief sie mit 13,03sek ganz nah eine 12er-Zeit heran, und auf der Stadionrunde über 400m lief sie mit tollen 62,20sek ebenfalls neue Bestzeit. Auch die noch in der Altersklasse W15 startende Athletin Lea Gühnemann lief in der älteren Klasse bei der U18 mit über die erstmals in einem Wettkampf gelaufenen 200m. Die absolvierte sie mit 28,30sek für eine Schülerin gleich in einer ganz hervorragenden Zeit.

Sie startete neben den 200m aber noch über 100m und im Weitsprung. Mit 13,34sek und mit 4,84m gewann sie in ihrer Altersklasse beide Wettbewerbe.