Spannung vom grünen Tisch aus

In der Kampfbahn Klingerhuf soll die Entscheidung über den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A fallen.Foto:Uwe Zak
In der Kampfbahn Klingerhuf soll die Entscheidung über den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A fallen.Foto:Uwe Zak

Die Freude beim SV Neukirchen währte nicht einmal eine Woche.

Dann hatte der Tabellenführer der Fußball-Kreisliga B seinen Spitzenplatz an den FC Rumeln-Kaldenhausen verloren. Dafür sorgte jetzt das Urteil der Bezirksspruchkammer, die über einen Einspruch des FC Rumeln-Kaldenhausen zu entscheiden hatte. Dass das Ergebnis zugunsten des FC ausfiel, war allerdings keine große Überraschung.

Der Vorwurf lautete, dass der FCR im Meisterschaftsspiel gegen den TuS Preußen Vluyn II am 6. April einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt haben soll. Der FCR hatte die Partie mit 7:2 gewonnen, keine drei Wochen später wurde sie mit 2:0 für die Vluyner Reserve gewertet. Die Kreisspruchkammer war dem Vorwurf gefolgt, hatte entsprechend entschieden.

Das wollten die Verantwortlichen vom FC Rumeln-Kaldenhausen aber nicht auf sich beruhen lassen. Immerhin sei der Spieler spielberechtigt gewesen, die Rumelner hätten lediglich versäumt, ihn in die Startaufstellung einzutragen, erklärte gestern Peter Hanisch, Staffelleiter des Moerser Kreisfußballausschusses. Und das konnte der Verein auch belegen.

Mächtige Aufholjagd

So blieb der Bezirksspruchkammer gar keine andere Möglichkeit, als für die Duisburger und gegen den SV Neukirchen zu entscheiden, die allerdings in dem gesamten Verfahren lediglich Zaungast und „nur“ indirekt beteiligt gewesen waren. Allerdings hatte sich die Mannschaft vom Klingerhuf schon mächtig auf Aufholjagd begeben, lag zum Zeitpunkt des FCR-Spiels gegen Vluyn II sogar noch mit sieben und kurz darauf sogar mit neun Punkten hinter Rumeln-Kaldenhausen. Mit einem Spiel weniger auf dem Konto.

Als den Rumelner aber – wie jetzt entschieden wurde – unberechtigterweise die Punkte aberkannt worden waren, hatte der SVN bis auf drei Punkte zum FCR aufgeschlossen, nutzte jede Schwächeperiode der Duisburger und übernahm am 29. Spieltag schließlich die Tabellenführung. Die sie nun am grünen Tisch wieder verloren hat. Gemeinsam mit dem direkten Aufstieg in die Kreisliga A. Doch der ist noch aus eigener Kraft möglich. Der SV Neukirchen besetzt nun den Platz vom FC Rumeln-Kaldenhausen in der Aufstiegsrunde.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist top, die Jungs sind jetzt erst richtig heiß, brennen auf den Aufstieg“, beschreibt SVN-Abteilungsleiter Timo Jogsch die Ausgangslage – und die Stimmung im Team. Natürlich wäre Neukirchen gerne sofort aufgestiegen, aber: „Da hatten wir keinen Einfluss drauf“, so Jogsch weiter. Er weiß allerdings auch, dass die Mannschaft die „Punkte in anderen Spielen liegengelassen“ hat.

Ärgerlich ist nun, dass die Aufstiegsfeier verschoben werden musste. „Wir haben ein Saisonabschlussbier getrunken“, so Jogsch, der auch weiß, dass das Fell nicht verteilt werden soll, bevor der Bär erlegt ist. Aber als neuen Party-Termin wurde nun der 20. Juni ins Auge gefasst. Der letzte Spieltag der Aufstiegsrunde. „Für uns zählt nur eines: Wir wollen hoch“, benennt Jogsch die Zielsetzung.