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Siegesserie der „Adler“ gerissen

27.11.2011 | 19:30 Uhr
Siegesserie der „Adler“ gerissen
Tim Broshog (rotes Trikot) musste mit dem Moerser SC eine Niederlage in Gotha hinnehmen.

Der Moerser SC erlaubt sich beim VC Gotha zu viele Fehler und tritt mit einem 1:3 im Gepäck die Heimreise an

Alles Wechseln von MSC Trainer Chang Cheng Liu half Volleyball-Bundesligist Moerser SC beim VC Gotha nichts: Nach einem ordentlichen, aber glücklichen ersten Satzgewinn und einer eigentlich komfortablen 14:8-Führung im dritten Satz brachte weder die Stammsechs noch die eingewechselten Spieler die notwendige Leistung. Einzige Ausnahme: Tom Weber, der nach seiner Einwechslung gut spielte. Die 1:3 (25:23, 21:25, 25:21, 25:21, 25:20)-Niederlage der Adler nach einer Stunde, 40 Minuten Spielzeit konnte auch er nicht verhindern.

Moers begann solide, Gotha mit Schwächen im Aufschlag und im Angriff. Doch die deutliche 19:14-, 20:16 und 21:17-Führung reichte nicht. Die Adler verloren ihre Effektivität im Angriff. Gotha verkürzte auf 21:20 und 24:23. Glücklicherweise leisteten sich die Gastgeber in dieser Phase einen Netzfehler – Moers holte sich Satz eins. Der letzte für die Adler in diesem Spiel.

Der zweite Durchgang begann zwar ausgeglichen (5:5), doch ein Annahme- und Angriffsfehler von Steve Keir brachte die Gäste mit 6:8 in Rückstand. Moers haderte beim 12:12 mit zwei Schiedsrichterentscheidungen, Michael Olieman ersetzte beim 14:16 Marvin Prolingheuer, doch Moers leistete sich eine Fehlerserie. Gotha holt den Satzausgleich.

Nach ausgeglichenem Start im dritten Satz (4:4) zogen die Adler auf 8:4 davon. Über 11:7 und 14:8 keimte bei Moers Hoffnung auf. Doch Janis Smedins hatte nicht seinen besten Tag. Seinen Fehlern ließ Olieman zwei Patzer folgen. Futsch war der Satz.

Im vierten Durchgang lag Moers schnell mit 4:8 hinten. Jetzt übernahm Gotha nach Moerser Fehlern die Führung (13:8, 14:9) und war nicht mehr zu bremsen. Die Adler wirkten ungeordnet und kopf- und flügellos.

Generell zeigte der Moerser SC erneut Annahmeprobleme, die das schnelle Spiel durch die Mitte nicht oft genug erlaubte. Dazu kamen eine Reihe von persönlichen Handicaps: Tim Broshog spielte mit einer Erkältung, mühte sich redlich, Prolingheuer agierte zu statisch und ohne Übersicht, der angeschlagene Smedins hatte gleich mehrere Aussetzer, Olieman schwächelte in der entscheidenden Phase und Kier überraschte mit Problemen in Annahme und Angriff. Henning Wegter ist seit dem Spiel gegen Düren außer Gefecht, Broshog konnte fünf Tage nicht trainieren, Smedins hatte Schmerzen im Rücken, Keir in der Wade, Olieman im Knie.

Und das ganze Team hatte hängende Köpfe, als es gestern Morgen um 4.10 Uhr wieder in Moers ankam.

Uwe Zak

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