„Schikos“ Taktik geht voll auf - SV Schwafheim holt den Cup

Der SV Schwafheim mit Trainer Thorsten Schikofsky (unten links) zeigt, wie richtig gejubelt wird nach dem Coup mit dem Cup.Foto:Christoph Karl Banski
Der SV Schwafheim mit Trainer Thorsten Schikofsky (unten links) zeigt, wie richtig gejubelt wird nach dem Coup mit dem Cup.Foto:Christoph Karl Banski

Die Vorrunde des Moerser-Fußball-Hallenstadtpokals dominierten zwei Teams.

Bereits am Samstag waren der SV Schwafheim (Gruppe A) und der SV Scherpenberg (Gruppe B) nicht zu stoppen, gewannen ihre drei Spiele souverän. Im letzten Gruppenspiel am Sonntag holten sie sich dann noch jeweils den vierten Sieg, zogen mit weißer Weste ins Halbfinale ein.

Beide Klubs traten schon am Freitag beim Weihnachtsturnier des VfB Homberg an (wir berichteten). Während sich die Scherpenberger den Turniersieg durch ein 5:4 nach Neunmeterschießen über A-Ligist VfL Rheinhausen holten, mauerte Schwafheims Coach Thorsten „Schiko“ Schikofsky, spielte beim Turnier in der Nachbarschaft nicht in Bestbesetzung.

„Ich möchte nach 24 Jahren mal wieder den Moerser Pokal in Schwafheim sehen“, grinste er vor den entscheidenden Partien und stellte seine Priorität klar. Mit Erfolg. Der SV Schwafheim holte gestern den Wanderpokal, überreicht durch den stellvertretenden Bürgermeister Heinz-Gerd Hackstein.

GSV Moers enttäuschte

In der Gruppe A enttäuschte der ausrichtende GSV. Zwar gewannen die Moerser das erste Spiel noch deutlich mit 5:1 gegen den SC Rheinkamp, doch dann gab es gegen den TV Asberg nur ein 2:2 und als die Partie gegen die Schwafheimer mit 0:2 verloren ging, hätten die Grafschafter gestern ihr letztes Vorrundenspiel gegen den FC Meerfeld gewinnen müssen, um am FCM noch vorbeizuziehen. Das gelang nicht. Nach einem heiß umkämpften Spiel hieß es nur 3:3.

Die Meerfelder starteten dagegen überhaupt nicht gut in den Wettbewerb, kassierten eine 1:4-Niederlag in ihrem Auftaktspiel gegen Schwafheim. Doch dann spielte sich die Elf von Trainer Stefan Kuban mit 5:0 über den SC Rheinkamp und 2:0 über den TV Asberg wieder nach vorne, machte gegen den GSV den Einzug ins Halbfinale perfekt. Die starken Schwafheimer besiegten nach Meerfeld und GSV noch Asberg mit 2:1 und Rheinkamp mit 5:1.

Der SCR war in dieser Gruppe chancenlos, verlor alle Spiele. Die Asberger dagegen hatten in ihren Spielen meist Pech, verloren gegen Schwafheim und Meerfeld knapp, holten gegen den GSV immerhin beim 2:2 einen Punkt und feierten ihren einzigen Sieg in der Vorrunde mit 3:1 – gegen Rheinkamp.

700 Zuschauer

Die Gruppe B wurde von Vorjahressieger Scherpenberg beherrscht. Der Bezirksligist gewann seine vier Vorrundenspiel souverän mit 3:0 gegen den TV Kapellen, 2:0 gegen den Landesligisten VfL Repelen, 6:1 gegen Rot-Weiß Moers und 4:0 gegen den MSV Moers. Die Repelener sicherten sich den zweiten Platz durch einen 2:1-Erfolg im vorentscheidenden Spiel am Samstag gegen den MSV, der dadurch den VfL nicht mehr vom zweiten Platz verdrängen konnten. Repelen gewann zudem mit 3:0 gegen Rot-Weiß Moers, kam gegen den TV Kapellen aber nicht über ein 1:1 hinaus. Der MSV konnten nur zwei Spiele gegen Rot-Weiß Moers (6:1) und den TV Kapellen (7:1) deutlich gewinnen.

TV Kapellen und Rot-Weiß Moers hatten keine Chance. In der Partie gegeneinander kam der TVK dann zu einem 3:1-Sieg und den vierten Rang vier in der Gruppe B. Insgesamt fielen in beiden Gruppen gleich viele Tore. Jeweils 43.

Im ersten Halbfinale servierten der VfL Repelen und der SV Schwafheim dem Publikum ein stark umkämpftes Spiel. Anfangs sah es so aus, als würde der klassenhöhere Landesligist aus Repelen gegen den Bezirksligisten Schwafheim seiner Favoritenrolle gerecht, ging in Führung. Doch Papier ist bekanntlich geduldig: Schwafheim holte zur eigenen 3:1-Führung auf, ließ sich auch nicht davon beirren, dass der VfL zwei Minuten vor dem Abpfiff auf 2:3 verkürzte und eine weitere gute Chance vergab. So zog das Team um SVS-Trainer Thorsten Schikofsky ins Endspiel ein.

Dort wartete der FC Meerfeld, der sich gegen den SV Scherpenberg mit 2:1 durchsetzen konnte. Wobei erst vier Minute vor dem Abpfiff den favorisierten Scherpenbergern in einer ausgeglichenen Partie das 1:0 gelang. Doch in den letzten beiden Spielminuten drehte Meerfeld das Spiel. Schließlich ließ sich der Scherpenberger Mike Kuta zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen, sah die Rote Karte. Übrigens die einzige, die die Unparteiischen Uwe Peuser (Bayer Uerdingen) und Christoph Fischer (Alemannia Kamp) am ersten Tag, sowie Sascha Radusch (FC Rumeln-Kaldenhausen) und Raphael Schmitz (Alemannia Kamp) gestern zeigen mussten. Alle Schiris hatten keine Probleme. Doch Mike Kuta gab auch nach dem Spiel keine Ruhe, ging zum Schiedsrichter, fasste ihn an – und kann nun mit einer längeren Sperre rechnen.

Ausgeglichen war es auch im Endspiel in der ersten Halbzeit. Meerfeld ging früh durch Fatih Allaz in Führung, doch der Schwafheim drehte bis zur Pause das Spiel durch Errol Gökhan und Felix Hilla. Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Ertem Aksu auf 3:1. Lukas Schmidt verkürzte für die Meerfelder noch auch 2:3 bevor Manfred Wranik (2), Errol Gökhan und Kevin Hanebeck für den verdienten 7:2-Endstand sorgten.

Insgesamt sahen die rund 700 Zuschauer 125 Tore. Mit jeweils fünf Treffern teilten sich Sven Angelo Richter (MSV Moers) und Marco Tietze (SV Scherpenberg) den Titel des Torjägers

Den Fairness-Pokal, vom Stadtsportverband (SSV) gestiftet, überreichte der SSV-Vorsitzende Claus Hagemann dem TV Kapellen.