„Regionalliga-Gräfinnen“ sind im Pokal-Finale

Der GSV Moers (gelb) muss nach dem Pokalsieg nun am Sonntag unbedingt einen Dreier gegen den FFC Heike Rheine einfahren.Foto:Christoph Karl Banski
Der GSV Moers (gelb) muss nach dem Pokalsieg nun am Sonntag unbedingt einen Dreier gegen den FFC Heike Rheine einfahren.Foto:Christoph Karl Banski

Sie haben es erneut geschafft. Die Fußballerinnen des Regionalligisten GSV Moers stehen zum dritten Mal in Folge im Finale des Niederrheinpokals.

Durch den klaren und hochverdienten 4:0 (1:0)-Erfolg über Landesligist SV Rosellen haben sie das Endspiel am 4. Juni erreicht. Der Gegner des Titelverteidigers wird am 14. Mai im zweiten Halbfinale zwischen dem SV Walbeck und Borussia Mönchengladbach ermittelt. Sollte sich die Borussia durchsetzen, wären die Gelb-Schwarzen auch schon automatisch für den DFB-Pokal der kommenden Saison qualifiziert, da Mönchengladbach als neuer Zweit-Bundesligist das Ticket sicher hat.

Hanna Hamdi erzielt das 1:0

Schon nach drei Minuten führten die Moerserinnen durch Hanna Hamdi mit 1:0. Anschließend blieb das Team überlegen, traf aber erst wieder nach dem Wechsel. Die Tore von Steffi Frings in der 52. und 54. Minute zum 2:0 und 3:0 machten vorzeitig alles klar. Madeleine Schmidtke setzte mit dem 4:0 in der 79. Minute den Schlusspunkt.

„Wir haben verdient gewonnen und freuen uns, wieder im Finale zu sein“, richtete Trainer Gerd Orzeske aber schnell wieder den Blick auf die Meisterschaft. „Für die drei letzten Spiele haben wir uns noch einmal Selbstvertrauen geholt. Vor allem haben wir wieder unsere Chancen genutzt und Tore erzielt.“

Diese drei Partien muss der GSV gewinnen. Nur so können sie den erstmaligen Abstieg seit Gründung der Regionalliga Anfang der 80-er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts noch vermeiden. Zunächst kommt am Sonntag um 13 Uhr mit dem FFC Heike Rheine die Mannschaft, die zwei Punkte vor den Moerserinnen in der Tabelle liegt. Mit einem Sieg wären sie vorbei und der GSV würde sich auf den drittletzten Platz vorschieben. Der würde reichen, wenn Alemannia Aachen nicht aus der 2. Bundesliga absteigen würde. Die Alemannia ist dort zwar Schlusslicht, hat aber zuletzt vier Punkte eingesammelt.

Platz vier ist fünf Zähler entfernt

Besser wäre es noch, die Grafschafterinnen würden den viertletzten Platz erreichen. Bis dahin sind es aber schon fünf Zähler Abstand. Es wird also schwer, Eintracht Solingen noch zu erreichen. Zumal die Eintracht auch noch das wesentlich bessere Torverhältnis hat.

Rheine überraschte am vergangenen Sonntag mit dem 2:1-Erfolg in Siegen, während der GSV unglücklich in der Nachspielzeit das Tor zur 0:1-Niederlage beim MSV Duisburg II kassierte. Im Hinspiel verloren die Gelb-Schwarzen mit 1:4.

Doch das Hinspiel interessiert Trainer Gerd Orzeske nicht: „Seitdem ist meine Mannschaft viel stabiler geworden. Allerdings ist Janina Schwake in Rosellen vom Platz gehumpelt. Ich hoffe, sie ist bis Sonntag wieder fit. Zumindest Sophia Thieme ist wohl wieder mit dabei.“