Plan B muss her

Vor fast genau vier Jahren stand der TuS Borth ohne Vorstandsmitglied da. Um dieses „Horrorszenario“ aus Vereinsicht erneut zu vermeiden, versammelten sich 54 Mitglieder aus den verschiedenen Abteilungen zur Hauptversammlung im Sportheim. Der ausscheidende Vorsitzende Wolfgang Kroggel machte zu Beginn schnell deutlich, dass er und sein Stellvertreter Andreas Börgmann ihre Ämter aufgeben wollen.

Fünf Beisitzer

Aus diesem Grund waren bereits auf der letztjährigen Mitgliederversammlung fünf Beisitzer mit der Absicht gewählt worden, dass zumindest einer aus dem Quintett in Februar 2015 in die Vereinsspitze aufrückt.

„Trotz vieler Gespräche und einer intensivierten Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen ist die Suche nach einem neuen Vorstand gescheitert. Das ist aber kein typisches Problem des TuS Borth, sondern es geht vielen Vereinen so“, sagte Kroggel, der signalisierte, in beratender Funktion dabei bleiben zu wollen. „Der 2011 angetretene Vorstand galt ohnehin nur als Interimslösung und wird nicht erneut antreten. Jedes Mitglied sollte bereit sein, seinen Verein zu unterstützen und Verantwortung zu übernehmen“, forderte Kroggel zur aktiven Mitarbeit auf.

Börgmann, auch Kassenwart, gab dann einen Überblick über die Mitgliederentwicklung (derzeit 520) und die Ausgaben sowie Einnahmen des Geschäftsjahres 2014. Die Kassenprüfer Esther Schmidt und Monika Börgmann bescheinigten ihm einwandfreie Arbeit und stellten den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, dem die Versammlung nachkam.

Dann folgte der wichtigste Punkt der Tagesordnung: die Vorstandswahl, die Günter Scheepers als Versammlungsleiter durchführte. Nach heftigen Diskussionen, vorgeschlagenen Mitgliedern, die dankend abwinkten, und einer Raucherpause erklärte sich Geschäftsführer Hans-Jürgen Rösener bereit, die Nachfolge von Kroggel anzutreten.

Peter Potjans ist 2. Vorsitzender

Danach ging alles ganz schnell. Peter Potjans ist nun 2. Vorsitzender und Willi Diebels Kassierer. Kroggel sowie Ulrich Zobel gehören als Geschäftsführer bzw. Jugendwart weiterhin dem Vorstand an. Nach knapp zwei Stunden war die ereignisreiche Versammlung beendet, und der TuS ist weiter geschäftsfähig. „Es gab einen Plan B, weil vorauszusehen war, dass sich niemand aus der Versammlung wählen lassen möchte. So ein Debakel wie 2011 wollten wir nicht nochmals erleben. Der neue Vorstand ist garantiert keine Notlösung“, sagte Rösener.

Auch 2015 haben die Borther wieder Aktionen geplant. So findet in den Sommerferien (27. bis 31. Juli) die „SeventyOne-Fußballschule“ auf dem Sportplatz statt. Anmelden können sich Kinder bis zwölf Jahre bei Silke Zobel, im Vereinsheim und bei allen Trainern.